Um 1.34 Uhr war im Unterwerk Beznau eine 220 Kilovolt-Sammelschiene - wahrscheinlich in Folge eines Blitzschlags - ausgefallen, wie der Energiekonzern Axpo mitteilte. Damit war der Abtransport des im AKW produzierten Stroms teilweise nicht mehr gewährleistet.

Dies führte im Block 1 zu einer automatischen Schnellabschaltung und im Block 2 zu einem Lastabwurf, bei dem die Leistung auf den Eigenbedarf reduziert wurde. Ab 3.50 Uhr konnte im Block 2 die Leistung wieder erhöht werden. Der Block 1 wurde um die Mittagszeit mit dem Netz synchronisiert. Die Stromproduktion wurde wieder aufgenommen.

Der automatische Abschaltungsvorgang des Blocks 1 hatte auslegungsgemäss funktioniert, wie das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) auf seiner Website schreibt. Es seien keine erhöhten Abgaben von Radioaktivität an die Umwelt erfolgt.

Die Atomaufsichtsbehörde ordnete das Ereignis auf der internationalen Ereignisskala Ines vorläufig der Stufe 0 zu. Es war folglich ohne oder mit geringer sicherheitstechnischer Bedeutung.