777-FLUGZEUGE
Boeing-Panne in den USA: Swiss behält ihre Maschinen weiterhin in der Luft

Die Schweizer Fluggesellschaft hat 12 Boeing «Triple Seven» Maschinen in ihrer Flotte. Die Triebwerkpanne in den USA eines gleichen Modells hat aber vorerst keine Auswirkungen auf die Swiss-Maschinen.

Benjamin Weinmann
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CH Media Video Unit

Die Aufnahmen sind beängstigend, welche die Passagiere eines United-Flugs ab Denver filmten: Ein Triebwerk ohne Hülle, das Funken sprüht. Der Vorfall ereignete sich am Wochenende. Teile des Triebwerks explodierten und fielen auf bewohnte Gebiete nahe der Hauptstadt Colorados.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat in der Folge Konsequenzen angekündigt. Maschinen des gleichen Flugzeug-Typs - es war eine Boeing 777 -, welche mit bestimmten Triebwerken von «Pratt & Whitney» ausgestattet sind, sollen verstärkt und sofort überprüft werden. Mehrere Airlines haben daraufhin das Grounding ihrer 777-Flotte angekündigt.

Deshalb behält die Swiss ihre 777-Flugzeuge in der Luft

Teile des Triebwerks eines United-Flugzeugs fielen am Wochenende vom Himmel in Wohnzonen nahe Denver, Colorado.

Teile des Triebwerks eines United-Flugzeugs fielen am Wochenende vom Himmel in Wohnzonen nahe Denver, Colorado.

Broomfield Police Department / H / EPA

Auch die Swiss verfügt über ein Dutzend «Triple Seven» Maschinen des US-Flugzeugherstellers Boeing. Doch Konsequenzen haben die Notfallrichtlinien aus den USA vorerst keine für die Lufthansa-Tochter, wie eine Sprecherin auf Anfrage von CH Media sagt: «Unsere Boeing 777 Flugzeuge sind mit dem Triebwerkstyp GE90 von General Electric ausgestattet sind, die sich in der Technologie zu den von United Airlines betriebenen Pratt & Whitney Triebwerken komplett unterscheiden.»

Wie bei allen Vorfällen in der Aviatik werde man die entsprechenden Untersuchungen aber genau verfolgen.

Drei ihrer 777-Flugzeuge hat die Swiss im Zuge der Corona-Pandemie übrigens zu reinen Frachtflugzeugen umfunktioniert. Dafür hat sie zahlreiche Sitzreihen aus der Kabine entfernt.