Open Source
1 Milliarde Franken sparen mit Open Source-Software

Regierungsräte von Basel-Stadt, Zug und Waadt erklärten in Bern, wie sie jedes Jahr Millionen mit freier Software (Open Source) sparen. Würden andere Kantone folgen, liessen sich bis zu einer Milliarde Franken jährlich sparen.

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Solothurner Zeitung

Die parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit lud die Regierungsräte Eva Herzog (Basel-Stadt), Peter Hegglin (Zug) und François Marthaler (Waadt) ein, um ihre Open Source Strategien vorzustellen.

Dabei äusserte François Marthaler, dass mittels Nutzung von freier Software (Open Source) die Informatikausgaben der öffentlichen Hand jährlich um einen Drittel, rund 1 Milliarde Franken, gesenkt werden können.

Es folgte das Referat von Eva Herzog, Finanzdirektorin des Kanton Basel-Stadt. Sie erklärte, dass künftig alle Software-Entwicklungen des Kantons wiederum als Open Source Software frei verfügbar sein sollen.

Ausserdem wies sie auf das zweijährige Pilotprojekt hin, bei dem 100 Arbeitsplätze vollständig auf Linux und andere Open Source Software migriert und in das bestehende System integriert werden.

Der Zuger Finanzdirektor Peter Hegglin erklärte, sein Kanton habe viel von bereits bestehender Open Source Software profitieren können. Deshalb stellt Zug auch alle Eigenentwicklungen - bisher im Wert von 500 000 Franken - allen kostenlos zur Verfügung.

Der Waadtländer Regierungsrat François Marthaler setzt seit Jahren auf Open Source und meinte als Grund: Obwohl die Anforderungen oft die selben seien, lassen viele öffentliche Stellen ihre eigenen Lösungen entwickeln oder kaufen teure proprietäre Software ein. Täten Behörden ihre Software konsequent gemeinsam entwickeln und nutzen, könnte künftig gut 1 Milliarde Franken Steuergelder jährlich gespart werden. (ZVG/ckb)

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