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Fleischkonsum
Schweizer Tierschutz fordert höhere Fleischpreise: In Aargauer und Solothurner Restaurants kommt das unterschiedlich an

Mehr bezahlen für Fleisch? Das kommt nicht bei allen gut an. Trotzdem fordert der Schweizer Tierschutz genau das. Der Grund dafür ist, dass in der Schweiz pro Jahr über 83 Millionen Tiere geschlachtet werden. Zwar verdoppelte sich die Anzahl von Veganern im letzten Jahr, dennoch isst die Bevölkerung sehr viel Fleisch.

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Die Zahl der Veganerinnen und Veganer in der Schweiz hat sich im letzten Jahr verdoppelt. Und obwohl der Fleischkonsum tendenziell sinkend ist, werden in der Schweiz jährlich über 83 Millionen Tiere geschlachtet. Darum fordert der Schweizer Tierschutz höhere Preise für Fleisch.

Bei den Gästen des Schönenwerder Restaurants «Fat'n'Happy» kommt das eher schlecht an, wie TeleM1 berichtet. Der Fleischliebhaber Rudolf Salathé etwa sagt gegenüber dem Sender: «Im Gegenteil. Fleisch sollte eigentlich billiger werden.» Die Gäste des vegetarisch-veganen Restaurants Limalimón in Bremgarten sehen das anders. Auch die Geschäftsführerin Claudia Spiegel beobachte einen Trend weg vom Fleisch. «Die Leute kommen zu uns, um auszuprobieren, und wollen mehr über das vegane Essen erfahren», sagt sie. Die Nachfrage nach Kochkursen beispielsweise sei hoch.

Aber auch im «Fat'n'Happy» lassen sich Gäste finden, die bereit sind, mehr für ihr Fleisch zu zahlen. Tierwohl dürfe sehr wohl auch etwas kosten. «Man muss auch sehen, dass der Fleischkonsum mitverantwortlich ist für den Klimawandel», sagt einer der Gäste gegenüber TeleM1. Und wenn man etwas tun möchte, werde das am Ende über das Portemonnaie gehen müssen. Ein anderer betont die Bedeutung der regionalen Fleischproduktion. (gue)

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