110 Jahre Solothruner Zeitung
Wenn ich einen Tag Chefredaktor wäre ...

Was wäre wenn? Bekannte Personen beschreiben, wie «Ihre» Zeitung aussehen würde

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Jürgen Hofer
Direktor Solothurn Tourismus

«Ich würde drei neue Rubriken einführen: In der Rubrik «Spiel und Grill» würde ich über meine Erfahrungen mit einem mobilen Holzkohle- Grill in der Solothurner Altstadt berichten. In der Rubrik «Regieren mit dir und mir» würde ich monatlich einen Volksregierungsrat oder -rätin zur Auflockerung und Ergänzung der Kantonsregierung wählen lassen. In der Rubrik «Populismus und Volksdümmliches» würde ich aktuelle Wahlprospekte und Wahlprogramme nach Spuren von Wahrheit untersuchen.»

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Eva Inversini
Amtschefin Kultur und Sport Kanton Solothurn

«Ich würde die Ressorts zwar bewusst beibehalten, sie jedoch konsequent mit Themen der Kultur, des Sports und der Bildung anreichern. Weil Design, Kunst und Sport zu einer hohen Wertschöpfung (Innovation!) und Zufriedenheit beitragen, würde ich folgende Fragen zum Ausgangspunkt der Berichterstattung nehmen: Wieso kommen vielen Menschen beim Sport die besten Ideen? Weshalb sind gute Musiker oft auch gute Mathematiker? Warum braucht man für den Goldenen Schnitt kein Messer? Hat Kreativität ein einen Anfang und ein Ende? Warum lieben es Kinder, Sandburgen zu bauen und beim Fahrrad fahren zu singen?»

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Daniel Probst
Direktor Solothurner Handelskammer

«Ich würde der notorischen Lügenpresse eine Ende setzen und die gesamte Redaktion in ein Sabbatical schicken. Dann würde ich die Leserschaft darüber abstimmen lassen, ob das Blatt von Facebook, Google oder seinen schärfsten Medienkritikern übernommen werden soll. Nach erfolgten Inserate-Boykotten, Abo-Kündigungen und Massenprotesten würde ich das Experiment wohl noch am gleichen Tag abbrechen und die bewährte Mannschaft wieder einsetzen.»

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Samuel Scheidegger
Präsident FC Solothurn

«Ich würde alle Ressourcen in Richtung «Gazzetta dello Sport» für den Kanton Solothurn treiben. Die Region würde stärker im Fokus stehen und ich würde mich beim Inhalt in der Papierausgabe vermehrt auf die Wiedergabe regionaler Nachrichten konzentrieren.»

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Reina Gehrig
Leiterin Solothurner Literaturtage

«Mit mir als Chefredaktorin gäbe es lyrische Wetterprognosen, essayistische Berichte aus dem Rathaus, Reportagen aus der Wirtschaft, illustrierte Sportberichte – und ein schönes grosses Feuilleton.»

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Andreas Eng
Staatsschreiber Kanton Solothurn

«Wenn ich einen Tag lang Chefredaktor wäre, würde ich die vor 110 Jahren erschienene Ausgabe der SZ hervornehmen, die darin vorkommenden Personen durch ihre heutigen Pendants ersetzen und die historische Zeitung aktualisiert herausgeben. Wetten, dass das gute Diskussionen zu Themen wie zum Lauf der Zeit, zu Wandel und Beständigkeit oder zu Wesentlichkeit bzw. Unwesentlichkeit von Ereignissen und Dingen auslösen würde?»

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Barbara Grimm
Schauspielerin am Tobs

«Ich veranlasse, dass alle Beiträge in leichte Sprache oder Bilder übertragen werden. Ich freue mich jetzt schon auf die Übersetzung von Worten wie: Subventionsmoloch, Liberalisierung des Marktes, interimistischer Kommandant oder des Satzes ‹er lobbyiert für staatliche Sofortmassnahmen›.»