Suche nach neuen Energien
Solar-Deal zwischen der Gemeinde Wangen und TGW ist geplatzt

Die Idee der Gemeinde Wangen a/A, auf dem neuen Dach der Transportgemeinschaft Wangen AG (TGW) eine Photovoltaik-Anlage zu installieren, ist gescheitert. Der Gemeinderat reagiert enttäuscht auf diesen Entscheid der TGW.

Drucken
Nein zu Photovoltaik-Anlage:

Nein zu Photovoltaik-Anlage:

Keystone

Die energetischen Folgen des gescheiterten Deals sind allerdings sozusagen CO2-neutral: Wie der Gemeinderat Wangens gestern mitteilte, will die TGW Solarkraft vom eigenen Dach dereinst auch für eigene Zwecke nutzen.

Für Gemeindepräsident Fritz Scheidegger (SVP) ist der Rückzug der TWG darum nur eine kleine «Enttäuschung. «Sie hätten uns das Dach ja freiwillig zur Verfügung gestellt. Dass sie es nicht tun, ist ihr gutes Recht.» Und wenn die TGW nun selbst aktiv werde, sei das ja auch gut. «Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass wir später wieder aktiv werden», sagt der Gemeindepräsident.

Strom für 70 Haushalte

Die Transportgemeinschaft baut derzeit im Wanger Rütifeld für rund 30 Millionen Franken ein neues Logistikzentrum. Voraussichtlich Ende dieses Jahres wird sie mit allen 120 Angestellten in das neue Gebäude zügeln, das im Minergiestandard gebaut wird – und das über ein ziemlich grosses Dach verfügt.

Seit rund einem Jahr stand die Gemeinde Wangen deswegen in Kontakt mit der TGW. «Die Idee war es, eine Gesellschaft unter dem Patronat der Gemeinde zu gründen», sagt Scheidegger. Konkrete Umsetzungspläne existierten jedoch noch nicht.

Die Fakten zur Stromproduktion aber standen mehr oder weniger fest: Gemäss den Zahlen aus dem vergangenen Jahr hätten jährlich rund 340000 Kilowattstunden Strom gewonnen werden können, was dem Bedarf von 70 bis 85 Haushalten deckt.

TGW wartet Entwicklung ab

Nun aber hat die TGW selbst auf die Zeichen der Zeit reagiert. Wann das Unternehmen aber aktiv wird, steht noch offen. «Aus verschiedenen Gründen ist die TGW AG zurzeit für solche Investitionen noch zurückhaltend», schreibt die Gemeinde in der Mitteilung.

«Wir sprechen hier von einem Investitionsvolumen von rund 2 Millionen Franken», sagt dazu Geschäftsführer Markus Weber. Das Unternehmen wolle die politische und die technische Entwicklung in Sachen alternativer Energie abwarten. «Aber sicher ist, dass wir etwas machen werden», sagt Weber.

Das Dach des neuen Logistikzentrums misst insgesamt 10000 Quadratmeter. Gemäss Weber können rund 3000 Quadratmeter mit Solarpanels bestückt werden. «Damit könnten wir einen Viertel unseres eigenen Strombedarfs decken.» (joh)

Aktuelle Nachrichten