Stelle gekündigt
Schwester Benedikta verlässt die Einsiedelei St. Verena

Schwester Benedikta hat ihre Anstellung als Einsiedlerin bei der Bürgergemeine Solothurn per Ende Februar 2016 gekündigt. Da sie noch über Ferienguthaben verfügt, hat sie die Klause in der Einsiedelei bereits letzten Samstag verlassen.

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Schwester Benedikta wird im Juni 2014 als neue Einsiedlerin vorgestellt. Insgesamt waren 119 Bewerbungen für die Stelle eingegangen.
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Das Häuschen für die Eremitin in der Verenaschlucht.
Schwester Benedikta betet in der Kapelle.
Mit «Timmy» hat Schwester Benedikta einen Begleiter für das Leben in der Klause gefunden.
Schwester Benedikta trat auch in der Öffentlichkeit auf. Im Mai 2015 nahm sie beispielsweise an einer Podiumsdiskussion in Aarau teil.
Die Einsiedlerin hatte im September 2015 einen Auftritt in der Sendung «Aeschbacher».
Schwester Benedikta mit ihrem Buch «Licht auf meinem Pfad», das im Oktober 2015 veröffentlicht wurde.
Schwester Benedikta als Einsiedlerin in der Klause St.Verena

Schwester Benedikta wird im Juni 2014 als neue Einsiedlerin vorgestellt. Insgesamt waren 119 Bewerbungen für die Stelle eingegangen.

Keystone

«Die Bürgergemeinde Solothurn und Schwester Benedikta haben lange darum gerungen, dass die Einsiedelei St. Verena ein gehüteter Ort mit einer authentischen Einsiedlerin sein kann.» Mit diesem Satz beginnt die Medienmitteilung der Bürgergemeinde Solothurn. Die Ziele und Vorstellungen seien jedoch zu verschieden. «Schwester Benedikta verlässt die Einsiedelei», teilt die Bürgergemeinde mit.

Schwester Benedikta möchte ihrer anvertrauten Berufung treu bleiben. Sie werde wieder als Stadteremitin für Gebet und Menschen da sein.

Die Stelle einer Einsiedlerin wird vorläufig nicht ausgeschrieben. Die Bürgergemeinde Solothurn will die Situation in der Einsiedelei St. Verena grundsätzlich überdenken und ein neues Konzept ausarbeiten.

«Die «Hauswartarbeiten» in der Einsiedelei werden vorläufig durch die bisherigen Stellvertreter übernommen», so die Bürgergemeinde im Mediencommuniqué. Die Kapellen können weiterhin für Anlässe wie Andachten, Hochzeitsfeiern und Taufen reserviert werden.

Ein Hilferuf von Schwester Benedikta erreichte die Bürgergemeinde schon im letzten Jahr. Stetig steigende Besucherströme hatten der Einsiedelei einen grossen Teil der Beschaulichkeit und Stille genommen und die Einsiedlerin an den Rand ihrer Belastbarkeit geführt, sogar ihre Gesundheit gefährdet. Schwester Bedenikta wurde damals entlastet. Gegangen ist sie nun trotzdem. (jos)

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