Winterthur
Neue Winterthurer Parkplatzverordnung: Verständlich und flexibel

Der Winterthurer Stadtrat hat am Freitag eine neue städtische Parkplatzverordnung präsentiert. Er wolle damit für die baurechtliche Planung von Parkplätzen Rechtssicherheit schaffen, schreibt er in einer Mitteilung vom Freitag.

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Ein Parkplatz voller Fiat 500

Ein Parkplatz voller Fiat 500

Die bisherige Parkplatzverordnung aus dem Jahr 1986 ist veraltet und wird seit langem nicht mehr angewendet. Als Übergangslösung erliess der Stadtrat 2011 eine Dienstanweisung zur Berechnung des Parkplatzbedarfs im Baubewilligungsverfahren. Diese Übergangslösung habe sich bewährt und sei die Grundlage für die neue Verordnung.

Mit der neuen Verordnung werden die privaten und öffentlichen Fahrzeugabstellplätze entsprechend ihrem Nutzen geregelt. Neu gehören auch Velo- und Motorrad-Abstellplätze dazu. Für öffentlich zugängliche Parkierungsanlagen werden eine Parkraumplanung und die Bewirtschaftung der Plätze vorgeschrieben.

Für die Berechnung des Parkplatzbedarfs wird die Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr berücksichtigt: Je besser die ÖV- Erschliessung eines Gebiete ist, desto kleiner ist der Anspruch auf Autoabstellplätze.

Die Verordnung sieht spezielle Lösungen für Schichtbetriebe, Car- Sharing oder für Mobilitätskonzepte und Fahrtenmodelle vor. Autoarme Nutzungen würden gefördert, heisst es in der Mitteilung.

Die Berechnungsmethode für den Parkplatzbedarf sei einfach anwendbar, verständlich und lasse Spielraum offen. Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer erhalten die Möglichkeit, sich zwischen einer minimalen und maximalen Anzahl an Parkplätzen zu entscheiden.

Ab 22. Juni wird die Parkplatzverordnung öffentlich aufgelegt. Bis am 26. August können beim Amt für Städtebau Einwendungen eingereicht werden.