Gymi-Aufnahmeprüfung
Mitte-Links unterstützt Regierungsrat bei Vorbereitungskursen

Ob künftig die öffentlichen Schulen bei Bedarf Vorbereitungskurse für die Gymi-Aufnahmeprüfung anbieten müssen, hängt nun vom Kantonsrat ab. Wie eine Umfrage zeigt, dürfte dort die erarbeitete regierungsrätliche Vorlage umstritten sein.

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Die Reaktionen für Vorbereitungskurse für die Gymi-Aufnahmeprüfung fallen unterschiedlich aus. (Symbolbild)

Die Reaktionen für Vorbereitungskurse für die Gymi-Aufnahmeprüfung fallen unterschiedlich aus. (Symbolbild)

Keystone

SP, CVP und EVP signalisieren Zustimmung. SP-Kantonsrätin Karin Mäder und EVP Fraktionschef Peter Reinhard stellen dabei das Argument der Chancengleichheit in den Vordergrund. CVP-Fraktionschef Philipp Kutter sagt: «Es ist im Sinne der CVP, mit guter Ausbildung an der Volksschule die Kinder gezielt zu fördern und so zukünftige Talente für die Wirtschaft zu gewinnen. Die Prüfungsvorbereitungskurse sollten für alle zugänglich sein.»

Gespaltene Meinungen

Ganz anders klingts bei der FDP: Fraktionschef Thomas Vogel lehnt die Vorlage ab. Die Gymivorbereitung gehöre schon heute ins Pflichtenheft der Volksschullehrperson und in den Verantwortungsbereich der Eltern, erklärte er auf Anfrage - und fügte an: «Ein klarer Fall von Selbstverantwortung des Einzelnen und sicher nicht Aufgabe der Gemeinde.»

GLP-Fraktionschef Benno Scherrer, von Beruf Lehrer, gab sich skeptisch: «Es sollen die ins Gymi, die sich wirklich dafür aufdrängen. Der normale Unterricht muss dazu genügen.» Eine höhere Gymi-Quote sei nicht anzustreben. Anfragen bei SVP, Grünen, BDP und EDU blieben unbeantwortet. (mts)

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