Schöftland
Ein Wintermärchen im Schöftler Schlosshof

Viele Besucher, Samichläuse und eine Treichlergruppe besuchten den 20. Weihnachtsmarkt

barbara vogt
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Zur 20. Austragung fand auch ein kleiner Chlauseinzug statt, derweil die Marktstände mit vielen bunten und funkelnden Artikeln lockten.

Zur 20. Austragung fand auch ein kleiner Chlauseinzug statt, derweil die Marktstände mit vielen bunten und funkelnden Artikeln lockten.

«Merry Christmas» steht auf dem Pappbecher, daraus schlürft eine Marktbesucherin genüsslich heissen Punsch. Wie an Weihnachten ist es im Schöftler Schlosshof: Stände und Bäume sind mit einer Schneedecke überzuckert, Kerzen und Kinderaugen leuchten. Eine Drehorgel leiert, dazwischen Gelächter, vergnügte Rufe. Eine schönere (Märchen-)Stimmung hätten sich die Veranstalter für ihren 20. Weihnachtsmarkt nicht wünschen können.

Einige Gewerbetreibende haben den Markt ins Leben gerufen, in der Zwischenzeit preisen 50 Markttreibende aus nah und fern ihre weihnächtlichen Produkte an. Viele kommen immer wieder, weil die Kulisse im Schlosshof so reizend, die Leute offen und freundlich seien. «Klein, aber fein», meint Ursula Wilhelm aus Möriken, die dick verpackt hinter unzähligen Ausstechformen für Anischrömli steht. Stolz zeigt sie auf ihre gebackenen Müsterli: «Edelweiss und Blumenkörbli sind die begehrtesten Formen.»

Perlen, Wolle und Süssigkeiten

Handwerkskunst wird gross geschrieben am Schöftler Weihnachtsmarkt. Bemalte Seidentücher, Handtaschen, Perlenschmuck, Adventskränze, Holzkugeln und beleuchtete Krippen werden bewundert. An einem Stand hängen fein bemalte Engel, an einem anderen Handyanhängger mit Swarovskisteinchen. Aus altem Metall wurden wahre Kunstwerke angefertigt, aus Wolle Pulswärmer gestrickt. Herzlich kreativ nennen sich zwei Frauen aus dem Wynental; ihre romantischen Windlichter, nostalgischen Päcklianhänger und umhäkelten Süssigkeiten sind gefragt. Begehrt sind auch die Kappen und Handschuhe von Mar-grit Klauser aus Reitnau. «Damit habe ich nicht gerechnet, ich habe sie einfach mal mitgenommen.»

Samichlaus und Schmutzli

Weil der Markt zum 20. Mal stattfindet, gibts auch eine Attraktion: einen kleinen Samichlauseinzug. Samichläuse und Schmutzli ziehen vom Bahnhof bis zum Schloss. Sie werden von der Treichlergruppe Büron und einer Schulklasse aus Schöftland mit selbst gemachten Laternen angeführt. Im Schlosshof hören sich die Samichläuse und ihre Gesellen Gedichte von Gross und Klein an, als Belohnung gibts Mandarinen aus dem Jutesack. Auch sonst gibts kulinarische Köstlichkeiten: Forellenfilets, Knoblibrot, Bratwurst. Am einen Stand kann man Marronikuchen und Konfitüre probieren, am anderen Alpkäse. Am schönsten aber ist es beim Feuer: Hier treffen sich die Marktbesucher, um ihre Hände zu wärmen. Und auf die Suppe zu warten, die im grossen Topf köchelt.

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