Leichtathletik
Die Weltmeisterinnen trainieren mit Langenthaler Kindern

100 Kinder aus der Region Langenthal trainierten mit der Weltmeisterin im Hürdenlauf, Sally Pearson, und der Weltrekordhalterin im Speerwurf, Barbora Spotakova. Für die Kinder wars ein Hochgenuss.

Daniela Mauro
Merken
Drucken
Teilen
Hier trainiert die Weltmeisterin mit der Jugend
4 Bilder
Weltmeisterin Sally Pearson gibt Tipps
Weltmeisterin Sally Pearson gibt Tipps
Hürdenweltmeisterin Sally Pearson schaut zu

Hier trainiert die Weltmeisterin mit der Jugend

AZ

Die Kinder - vor allem die 100, welche ausgelost wurden - sind so aufgeregt wie kurz vor der Bescherung an Weihnachten. Aber weshalb? Es sind weder Samichlaus noch Christkind, über dem Stadion Hard in Langenthal, in Sicht. Aber dafür befinden sich ähnlich bekannte Persönlichkeiten im Anflug, zwar ohne Schlitten aber der Helikopter tut seinen Zweck auch. Das Flugobjekt nähert sich, die Spannung steigt. Wie wird wohl die Weltmeisterin im Hürdenlauf, Sally Pearson, sein? Wie zugänglich ist die Weltrekordhalterin im Speerwurf, Barbora Spotakova? Was können die Kinder mit unseren nationalen Stars- Mujinga Kambundji (Schweizermeisterin über 100m) und Nathalie Meier (Schweizer Rekordhalterin im Speerwerfen) - erleben?

Alles Fragen die sich bald nach der Landung mit dem Trainingsbeginn klärten. Kaum ausgestiegen und durch Marcel Hammel, Organisator dieses Events, begrüsst, scharte sich um die vier Frauen eine Traube von Kindern. Das Training konnte also sogleich los gehen. Wie vor jeder anderen Trainingseinheit sonst auch wärmten sich die rund 100 Kinder mit ihren Vorbildern auf. Die Situation wirkte schon nach kurzer Zeit sehr vertraut. Weder Stars noch Nachwuchs hatten Berührungsängste, so waren auch die verschiedenen Sprachen kein Problem. Man verstand sich auch ohne grosse Worte.

Nicht alles verlief nach Plan

So trainierten die 99 Kinder also mit viel Elan, aber eben nur 99 und nicht wie geplant 100. Diese eine Nachwuchssportlerin, Lena Meyer aus Wiedlisbach, musste nämlich auf Grund eines Handgelenkbruchs passen. „Am Freitag haben wir den Brief bekommen, dass mein Bruder Lars und ich dabei sein können und am Sonntag, an einem Wettkampf, bin ich auf das Handgelenk gefallen", so die 12-Jährige. Trotzdem hörte sie aufmerksam zu und wollte keine Sekunde des aussergewöhnlichen Tages verpassen. Und so konnte sie eine Menge von den Spitzensportlerinnen lernen. Auch der 14-Jährige Jonas Leuenberger aus Madiswil war begeistert: „Es war wirklich sehr speziell und man hätte meinen können, dass die Sportlerinnen jeden Tag Kinder trainieren."
Auch für die erfahrenen Athletinnen war es ein ganz besonderer Tag. So meinte Speerwerferin Barbora Spotakova: „Ich bin ein grosser Fan von diesem Anlass und freue mich sehr den Kindern etwas beibringen zu können. Zudem sehen wir so mehr von der Schweiz, denn bei anderen Events geht man nur vom Hotel zum Austragungsort."