Dietikon
Die Stadtmusik lüftet das Geheimnis ihrer neuen Uniform

Mit dem Gala-Abend ging der erste von zwei Jubiläumsanlässen des Musikkorps über die Bühne.

Flurina Dünki
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Stadtmusik Dietikon
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Ansprache von Mirjam Peter
Der Auftritt der Dietiker Stadtmusik
Der Auftritt der Dietiker Stadtmusik
Der Auftritt der Dietiker Stadtmusik
Mit Theo Hitzig kommt die Hälfte des Duo Lapsus aus Dietikon.
Passé: Die Uniform 1991 bis 2016.
Auf die nächsten 125 Jahre! Der frisch gebackene Dietiker Kantonsratspräsident Rolf Steiner stösst beim Sponsoren-Apéro mit Mirjam Peter, Präsidentin der Stadtmusik Dietikon, auf das Jubiläum an. Er schätzt die hohe Qualität des Musikkorps.
Stadtpräsident Otto Müller mit Gattin Doris

Stadtmusik Dietikon

Flurina Dünki

Für eine Jubilarin, die auf 125 Jahre zurückblicken kann, kommt nur eine üppige Feier infrage. Dies war sich die Dietiker Stadtmusik im Klaren, als sie zu ihrem Galakonzert inklusive Vorstellung der neuen Vereinsuniform lud. 568 Zuschauer, darunter Politprominenz, Sponsoren und Zunftleute, suchten am Samstag die Stadthalle im Fondli auf, um am ersten der zwei Jubiläumsanlässe in diesem Jahr dabei zu sein.

Ausser dem Konzert mit Enthüllung der neuen Uniform wartete ein dreigängiges Galadiner, eine Tombola und ein auf Dietikon zurechtgeschneidertes Unterhaltungsprogramm auf das Publikum. So wurde mit Theo Hitzig alias Peter Winkler-Payot ein original Dietiker Komiker engagiert, der mit Christian Höhener als Duo Lapsus durchs Programm führte. So gut kennt Hitzig seine Heimatstadt, dass er Stadtmusik-Präsidentin Mirjam Peter gleich die Willkommensrede abnahm.

Spekulation über neue Uniform

Ordentlich zappeln liessen die Stadtmusiker ihre Gäste hinsichtlich der gross angekündigten Enthüllung ihrer neuen Uniform. So erschienen die Korpsmitglieder zum Diner noch in der alten, dunkelblauen Aufmachung und liessen sich keinen einzigen Hinweis auf das zu Erwartende entlocken. Etwas Blaues habe auch die neue Uniform, wollte eine Dame gehört haben. «Nein», protestierte ein Herr am selben Tisch. Grün müsse die neue Uniform sein. Ein Dritter warf ein, Grün sei doch bereits die Farbe der Stadtjugendmusik und solle dieser vorbehalten werden. Die Abendgesellschaft blieb sich uneinig. Am Tisch der Zunft zum Kämbel, deren Zunftmusiker die Dietiker Stadtmusikanten seit 1961 sind, spekulierte man gar über Bordeaux-rot oder Pink.

Nach dem Dessert kam dann endlich die Erlösung: Der Vorhang öffnete sich und enthüllte die Stadtmusiker im neuen Kleid, als Dirigent Marco Nussbaumer den Eröffnungsmarsch anstimmen liess. Doch auf einen Knall sollte dem neugierigen Publikum das neue Gewand dann doch nicht offenbart werden. Pompös durch eine Lichtshow aus Neonelementen in Szene gesetzt, enthüllte der Blick auf die Bühne zwar das Design, jedoch noch nicht die Farbe der neuen Stadtmusik-Garderobe.

Erst bei der offiziellen Ansprache von Präsidentin Mirjam Peter – das Publikum wäre auch etwas enttäuscht gewesen, wenn die abgekürzte Rede von Lapsus-Hitzig schon alles gewesen wäre – wurde die Bühne in klares Licht getaucht. Sichtbar wurden silbergrau glänzende Vestons, umrandet mit asymmetrischen Revers in Blau und Schwarz, auf denen der Dietiker Lilienstab aufgestickt ist. In den gestreiften Kravatten finden sich alle Farben der Uniform wieder. Die vielen abgewetzten Stellen und zahlreichen Risse der 25 Jahre alten Uniformen habe den Vorstand dazu bewogen, sich im Jubiläumsjahr neu einzukleiden, sagte die Präsidentin. Dazu wurde 2014 eigens eine Uniformkommission gebildet, die zusammen mit dem Pfaffnauer Uniformenschneider Atelier Büttiker fünf Variationen der Jubiläumsuniform entwarf. Im Juli 2015 wurden diese im Rahmen einer aufwendig angelegten Modeschau den Vereinskollegen präsentiert. Der Entscheid für die Siegeruniform in der Farbe Schiefer sei deutlich ausgefallen, verriet Peter.

Der Hut, in den Anfangsjahren nach 1891 das einzige gemeinsame Erkennungszeichen der Stadtmusik, darf aus historischen Gründen nicht fehlen. Ein Novum bietet die Jubiläumsuniform in Form des zweifarbigen Gilets, das den Musikern zusätzliche Eleganz verleiht. Eine Premiere war auch der von Dirigent Nussbaumer komponierte Marsch «One2five», den das Orchester als Auftakt zum zweiten Musikblock spielte. Präsidentin Peter widmete das Stück Vereinsmitglied Marco Hort, der sich aufgrund seines «grossen Einsatzes am Sechseläuten» verletzte und während des Gala-Abends im Publikum sitzen musste. Nicht zuletzt wegen ihrer Bereitschaft, sich selbstlos einzusetzen, dürfte die Zukunft der Stadtmusik als Zunftpartner gesichert sein.

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