Beschwerde
Der Ausbau des Flugplatzes in Belpmoos wird zum Fall fürs Bundesgericht

Die Vereinigung gegen Fluglärm und der VCS Kanton Bern fordern in einer Beschwerde an das höchste Schweizer Gericht ein Schallschutzkonzept, um die Bevölkerung besser vor Fluglärm zu schützen.

Therese Hänni Niederhauser
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Solothurner Zeitung AG, SO

Die Umweltorganisationen hatten 2015 zusammen mit dem WWF Bern gegen die vom Bund genehmigte 4. Ausbauetappe Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben.

Dieses lehnte die Beschwerde in den zentralen Punkten ab und genehmigte die Ausbauetappe mit gewissen Auflagen. Diese Auflagen erachten die Vereinigung gegen Fluglärm (VgF) und der VCS Kanton Bern als ungenügend, wie sie in einer Mitteilung schreiben.

Lärm zu Schlafenszeiten

Stattdessen fordern die beiden Organisationen ein Schallschutzkonzept mit baulichen Massnahmen, das die Anwohner insbesondere in den ersten Nacht- und Morgenstunden vor Fluglärm sowie Industrie- und Gewerbelärm vom Flughafen besser schützt. Durch den Lärm zu Schlafenszeiten komme es zu wiederholten Aufwachreaktionen. Diese seien gesundheitsschädigend und erhöhten das Risiko für physische und psychische Krankheiten erheblich, betonen die beiden Organisationen.

Südanflug-Beschwerde hängig

Das Bundesgericht habe bereits in einem früheren Entscheid einen Flughafenbetreiber gestützt auf das Umweltschutzgesetz zu entsprechenden Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Aufwachreaktionen verpflichtet, halten VgF und VCS in ihrer Mitteilung weiter fest. Noch hängig ist das Beschwerdeverfahren der Umweltverbände gegen den geplanten Südanflug. Ein Entscheid des Bundesamtes für Zivilluftfahrt steht noch aus. (sda)