Schlieren
Das Schulhaus Hofacker erhält Bestnoten vom Kanton

Die Bildungsdirektion kommt zum Schluss, dass man sich im Schlieremer Schulhaus nach personellen Wechseln gefunden hat.

Alex Rudolf
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Besonders Aktionen wie das Dancing-Classroom-Projekt erhalten Lob vom Kanton.

Besonders Aktionen wie das Dancing-Classroom-Projekt erhalten Lob vom Kanton.

Claudio Thoma

Bea Krebs (FDP) ist zufrieden. «Besonders erfreut bin ich über die gute Bewertung, welche
die Schulleitung des Hofackers erhalten hat», sagt die Schlieremer Schulvorsteherin. Sie ­be- zieht sich auf den von der kantonalen Fachstelle für Schul­beurteilung erstellten Bericht über die Schule Hofacker. Darin ist unter anderem zu lesen, dass man mit der Arbeit hoch zu­frieden ist. Die personelle Führung wird als wertschätzend beschrieben. «Besonders weil es im Hofacker in jüngster Zeit mehrere personelle Wechsel gab, bin ich über diese Bewertung sehr erfreut», so Krebs.

Alle fünf Jahre werden die Schulen im Kanton einer solchen Evaluation unterzogen. Dabei werden neben der Führung auch Bereiche wie die Schulgemeinschaft, die Unterrichtsgestaltung, die individuelle Lernbegleitung und die Zusammenarbeit mit den Eltern analysiert.

Im «Hofi», wie es die Schlieremerinnen und Schlieremer gern nennen, unterrichten 28 Lehrpersonen rund 270 Schulkinder. Die Bewertung entstand mittels schriftlicher Befragungen, Dokumentanalyse, Beobachtungen und zahlreicher Interviews. In sämtlichen untersuchten Kategorien erhielt das «Hofi» Wertungen zwischen gut und sehr gut. Einzig im Bereich «Bewertung der Schüler» hat sich gezeigt, dass Lehrpersonen gerne mehr Vorgaben von der Schulleitung erhalten würden. «Aus Elternsicht dürfte interessant sein, dass wir auch im Bereich der individuellen Förderung zwischen gut und sehr gut bewertet wurden», so Krebs.

Besonders ausserschulische Aktivitäten werden gelobt

Solch positive Ergebnisse dürften besonders für die Schlieremer Schule wertvoll sein, zumal sie in den vergangenen Monaten mit einige Negativschlag­zeilen für Gesprächsstoff sorgte. Neben der umstrittenen Erhöhung der Hort-Tarife um bis zu 123 Prozent bereitete auch der Abgang eines beliebten Lehrers einigen Schulkindern und Eltern Kopfzerbrechen.

Seit anderthalb Jahren leitet Brigitte Warth das «Hofacker». «Sie sorgte mit ausserschu­lischen Aktivitäten für einen guten Zusammenhalt unter der Lehrerschaft», so Krebs. Das sei sehr wichtig. Weiter sei der Kanton zum Schluss gekommen, dass die Schulstunden gut aufgebaut seien und auch die Schülerschaft untereinander einen guten Umgang pflegt. Besonders lobende Worte finden die Verantwortlichen des Kantons auch für Aktionen wie den «Dancing Classroom» oder den Räbeliechtli-Umzug.

«Wir gehen sorgfältig mit unseren Finanzen um»

Für Gesprächsstoff sorgte in den vergangenen Jahren das Entlastungspaket der Stadt. In sämt­lichen Bereichen wurden ent­weder Ausgaben gekürzt oder Einnahmen erhöht. Dass es der Schule verglichen mit den reichen Zürichseegemeinden oder Uitikon an etwas fehlt, glaubt Krebs nicht. «Wir gehen sehr sorgfältig mit unseren Ressourcen um. Wir sparen nicht auf Kosten der Bildung», sagt sie.
Alle fünf Jahre werden die Schulen des Kantons Zürich evaluiert. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus wird es bezüglich der Ergebnisse anderer Schulen voraussichtlich zu Verschiebungen kommen, wie Krebs sagt. «Ich bin dennoch zuversichtlich, dass auch die anderen Schlieremer Schulen gut abschneiden werden.»

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