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CVP betont generationenübergreifende Verantwortung

Die Alten für die Jungen, die Jungen für die Alten - die CVP des Kantons Zürich betont die Bedeutung generationenübergreifender Verantwortung. Dazu müsse man unter anderem den Begriff "Familie" breiter fassen, sagten CVP-Exponenten am Montag.

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Die Präsidentin der Alliance F. krisierte, dass private Pflege der Eltern wie selbstverständlich an den Töchtern hängen bleibe.

Die Präsidentin der Alliance F. krisierte, dass private Pflege der Eltern wie selbstverständlich an den Töchtern hängen bleibe.

Keystone

Die Familie müsse wieder stärker als "Grossfamilie " begriffen werden. Dies könne einerseits für generationenübergreifende Wohngemeinschaften auch ohne verwandtschaftliche Bande gelten, anderseits aber auch für verwandte Personen, die nicht an der gleichen Adresse lebten, unter denen es aber eine gegenseitige Verbundenheit gebe, sagte Fraktionspräsident Philipp Kutter.

Jede Generation könne ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten. Damit sie sich der gegenseitigen Verantwortung bewusster würden, braucht es laut Parteipräsidentin Nicole Barandun aber "Anstüpfe" vom Staat. Dies bedeute nicht unbedingt finanzielle Unterstützung. Auch die strukturellen Voraussetzungen - beispielsweise im Wohnungsbau - seien wichtig.

Alt Nationalrätin Rosmarie Zapfl-Helbling erinnerte an die erheblichen unentgeltlichen Leistungen der älteren Generation zu Gunsten der jungen, vom Enkel-Hüten bis hin zu finanziellen Zuwendungen. Im Gegenzug leisteten viele jüngere Leute ihren älteren Angehörigen Hilfe im Alltag oder betreuten pflegebedürftige Personen.

Dass die private Pflege der Eltern wie selbstverständlich an den Töchtern hängen bleibe, kritisierte die 73-jährige Präsidentin der Alliance F. Diese Frauen zwischen 40 und 65 seien damit überfordert und in einem Konflikt zwischen Berufstätigkeit und Pflegeanspruch. Hier müsse man Lösungen finden, gute Rahmenbedingungen seien nötig. Auf Gemeindeebene seien zudem Generationenwohnformen zu fördern.

Lohnausgleich für Engagement

Als Vertreter der jungen Generation wies der Dietiker Ortsparteipräsident Dominik Lamprecht auf die vielen Stunden unentgeltlicher Arbeit hin, welche Jugendliche und junge Erwachsene in den verschiedensten Vereinen und Gruppen erbringen. Der 22-Jährige forderte eine Aufstockung der heute zur Verfügung stehenden fünf J+S-Tage pro Jahr sowie teilweisen Lohnausgleich.

Um junge Erwachsene mehr für die Politik zu gewinnen, sollte laut Lamprecht das Kantonale Jugendparlament bis Ende Jahr eingeführt werden. Als Motivation und Hilfe vor Abstimmungen und Wahlen sollte der Kanton zudem die Broschüre "easy vote" des Dachverbandes Schweizer Jugendparlamente verteilen und das e-Voting wieder aufnehmen.

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