Talk Täglich
Britschgi gegen Brunner: «Vielen Dank für die unterhaltsame SVP-Castingshow»

Seit Freitag sind die SVP-Bundesratskandidaten nominiert: Thomas Aeschi, Guy Parmelin und Norman Gobbi. Eine gute Auswahl von wählbaren Kandidaten aus allen drei Landesteilen, so die SVP-Spitze. Eine Auswahl, die keine ist, sagen die Gegner.

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Die Diskussion zwischen SVP-Parteipräsident Toni Brunner und Ringier-Publizist Hannes Britschgi im Talk Täglich am Montag könnte kontroverser nicht sein.

Zu Beginn aber bedankt sich Britschgi bei SVP-Politiker Toni Brunner «für die unterhaltsame Castingshow der letzten Wochen».

Toni Brunner will «die Konkordanz wieder herstellen und zur Normalität übergehen».

Hannes Britschgi wiederspricht seinem Kontrahenten in diesem Punkt nicht: «Nach diesen Wahlen ist die SVP beinahe eine 30-Prozent-Partei. Nach der Zauberformel hat sie Anrecht auf einen zweiten Bundesratssitz.»

Dennoch ist laut Britgschi die Auswahl der SVP «lächerlich». Zwei der drei Kandidaten - namentlich Aeschi und Parmelin - hätten keine Führungserfahrung. Und der Kandidat mit Führungserfahrung, Tessiner Regierungsrat Norman Gobbi, gehöre nicht mal zur Mutterpartei.

Toni Brunner ist diesbezüglich unbeirrt. Er attestiert dem jungen SVP-Politiker Thomas Aeschi aus unternehmerischer und militärischer Sicht Führungserfahrung. Wie Aeschi selber den Medien sagte, handelt es sich hierbei lediglich um drei bis vier Personen, die von ihm geführt wurden.

Für Toni Brunner indes ist klar: «Thomas Aeschi steht für etwas, das der heutigen Landesregierung fehlt: Aufbruch, Dynamik und Fleiss. Aeschi ist die neue Generation.»

Markus Gilli, Moderator der Sendung Talk Täglich, führt zum umstrittensten Kandidaten über - Norman Gobbi. Auch hier hat Brunner eine Antwort parat: «Wer von der Lega ins Parlament gewählt wird, gehört seit jeher zur SVP.»

Britschgi hält dagegen: «Was macht eine 30-Prozent-Partei mit einem parteifremden Politiker als Bundesrat? Das ist lächerlich.»

Und beim dritten Kandidaten holt Britschgi zum Todesstoss aus: «Parmelin ist seit zwölf Jahren im Parlament und seit zwölf Jahren nicht aufgefallen.»

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