Lenzburg
Bald Trendsport unter der Autobahn bei Lenzburg

Die Träger des Projekts Hammerparks orientierten gestern über die geplante Freizeitanlage in Lenzburg: Im «Hammerpark» entsteht eine Freizeitanlage zum Skaten, Biken und Bouldern.

Marianne Wydler
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Die Träger des Projekts Hammerparks orientierten gestern über die geplante Freizeitanlage in Lenzburg. Neben der Kletterhalle Kraftreaktor soll, teilweise unter der Autobahn gelegen, ein Park mit einer Skateboard-Bahn, einer Bouldering-Anlage, einer Bike-Anlage sowie einem Gastronomieangebot in Form eines einfachen Bistros entstehen.

«Mit dem Projekt Hammerpark kann den Bedürfnissen Jugendlicher, die Individualsportarten betreiben, entsprochen werden», sagte der Medienverantwortliche Peter Buri. Jugendlichen und Junggebliebenen Trendsportlern werde damit ein gut erreichbarer Ort der Begegnung im öffentlichen Raum bereitgestellt.

Vier Parteien spannten zusammen

Beim «Hammerpark» handelt es sich um ein partnerschaftliches Projekt, an dem sich Private sowie die öffentliche Hand beteiligen. Der Rotary Club Lenzburg, die Mammut Sports Group AG und die Hypothekarbank Lenzburg sind die privaten Partner des 500000 Franken teuren Vorhabens. Die Stadt Lenzburg stellt Bauland im Baurecht zur Verfügung und wird zusammen mit dem Trägerverein Hammerpark für den Betrieb und den Unterhalt zuständig sein. Die Gemeinde Niederlenz stellt das Land unter dem Autobahnviadukt zur Verfügung.

Stadtammann Hans Huber freut sich riesig für seine Stadt und die Gemeinde Niederlenz: «Der Hammerpark wird ein toller, grenzüberschreitender Freizeitpark.»

Seit dem Frühsommer arbeitet die Projektgruppe mit Vertretern der Partner und der öffentlichen Hand unter der Leitung von Kurt Frischknecht, Präsident des Rotary Clubs, das Projekt aus. Der Trägerverein Hammerpark befindet sich zurzeit in der Gründungsphase. Als Nächstes werden an Workshops mit Fachleuten und potenziellen Benutzern der zukünftigen Anlage Meinungen eingeholt und Anforderungen ans Projekt erhoben. Ein detailliertes Unterhalts- und Betriebskonzept wird erstellt und soll helfen, Vandalenakte zu verhindern. Bis Mitte Dezember sollte ein verfeinerter Gestaltungsplan vorliegen, und im Januar wird dann ein Architekt ausgewählt.

Wie die Idee entstand

Die Mammut Sports Group AG suchte zu ihrem 150-jährigen Bestehen und der Rotary Club Lenzburg zu seinem 50-Jahr-Jubiläum ein öffentliches Engagement im Bereich Freizeit. Beide schmiedeten dazu unabhängig voneinander Pläne. Mammut traf bei der Stadt Vorabklärungen für eine Boulder-Anlage im Gebiet Hammermatte. Beim Bouldern wird ohne Seil in Absprunghöhe an Blöcken geklettert. So entstand die Idee für den «Hammerpark».

«Offene Türen eingerannt»

«Die privaten Partner Mammut und Rotary haben damit bei der Stadt offene Türen eingerannt», sagte der Medienverantwortliche Peter Buri. Denn die Stadt Lenzburg will sich für positive Auswirkungen des Wachstums in der Gemeinde einsetzen. Deshalb prüfte sie deren Freizeitangebot und stellte fest: Bei den Freizeitbedürfnissen Jugendlicher bestehen zum Teil Lücken, zum Beispiel bei Trendsportarten. Diese könnten oft nicht in Vereinen betrieben werden, so Huber: «Der Jugendliche will möglichst öffentlich zeigen, was er auf seinem Skateboard alles kann.»

Die Anlage Hammerpark wird frühestens im Herbst 2012, bestimmt aber bis zum Frühjahr 2013 eröffnet werden können.