Huttwil
3000 Besucher pilgerten zum Musikantenstadl nach Huttwil

Seit der Musikantenstadl auf Europatournee geht, reüssiert das erfolgreiche Fernsehformat auch als Live-Veranstaltung. Einziger Auftrittsort in der Schweiz ist Huttwil, und rund 3000 Besucher pilgern am Freitag ins ausverkaufte Sportcenter.

Brigitte Meier
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Grossaufgebot von Stars am Musikantenstadl in Huttwil
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Grossaufgebot von Stars am Musikantenstadl in Huttwil

Hanspeter Bärtschi

Die Besucher kommen aus der ganzen Schweiz. Darunter auch Fadri Sergolin aus Murten. Ein Geschenk von Kollegen zum 50. Geburtstag. «Mir gefällt volkstümlicher Schlager, und statt nur im Fernsehen wollte ich die Stimmung einmal live erleben. Die Atmosphäre ist einzigartig.»

Seit der Musikantenstadl auf Europatournee geht, reüssiert das erfolgreiche Fernsehformat auch als Live-Veranstaltung. Einziger Auftrittsort in der Schweiz ist Huttwil, und rund 3000 Besucher pilgern am Freitag ins ausverkaufte Sportcenter. Herzlich, unbeschwert und mit angeborenem Wiener Charme begrüsst Sänger und Moderator Andy Borg die Volksmusikfreunde. Zusammen mit seinen musikalischen Gästen singt er «Fahrende Musikanten». Unzählige Handys fotografieren die Stars der Volksmusik, und gleich werden die Hände wieder hochgereckt, als Marc Pircher mit seiner Steirischen Harmonika Freude aus dem Zillertal bringt: Und jetzt «e Juchitzer». Der Publikumsliebling feiert heuer sein 20-jähriges Bühnenjubiläum. Er sammelt reihenweise Goldene Schallplatten. Auch seine neuste Single «Ich schwör» stürmt wieder die volkstümliche Hitparade.

Mit ihrer aussergewöhnlich tiefen Stimme verzaubert Gaby Albrecht das Publikum ebenso wie das oberösterreichische Schwesternduo Sigrid und Marina. Ob in Dirndl oder feschen Lederhosen animieren sie das Publikum zum Schunkeln. Begleitet wird die Show von der Wolfgang Lindner Band und dem deutschen Fernsehballett.

Derweil witzelt Moderator Borg: «Ihr seids gut vorbereitet mit den Leuchtstäben. Die habt ihr wohl beim ‹Hansi› gekauft». Lückenlos singen die Besucher den Text seines Hits «Adios Amor» mit, und als ihm Fans Toblerone im Multipack überreichen, freut sich Andy Borg spitzbübisch. Stets auf Tuchfühlung mit dem Publikum, lässt er es sich nicht nehmen, eine 97-jährige Besucherin persönlich auf der Tribüne zu begrüssen. Neben Mineralwasser offeriert er ihr ein «Schnapsl» aus der Garderobe der «Ursprung Buam».

Die stammen, wie viele erfolgreiche Musikgruppen, aus dem Zillertal. Teufelsgeiger Martin Brugger hat das Spielen auf der «Fidel» von seinem Opa gelernt. Bruder Andreas jodelt virtuos und spielt Harmonika, während Cousin Manfred Höllwarth den Kontrabass zupft oder auf der Harfe spielt, wenn in traditioneller Besetzung eine flotte Tiroler Polka ertönt. Die Stimmung erreicht den Höhepunkt, als das Trio zusammen mit Marc Pircher den «Zillertaler Hochzeitsmarsch» spielt. Da wird sogar zwischen den Bankreihen getanzt oder eine Polonaise gemacht. Gute-Laune-Lieferanten sind sie, die Musikanten aus dem Zillertal, aber sie begeistern durchwegs mit musikalischem Können und ihren Wurzeln zur Volksmusik.

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