Niederönz
25 Jahre Bystronic: «Spüre den Willen, gemeinsam erfolgreich zu sein»

Internationales Publikum gestern Abend in Niederönz: Rund 330 geladene Gäste aus der ganzen Welt feierten 25 Jahre Bystronic Laser AG. Nebst Gratulationen und Reden gab es auch eine Menge Showacts aus aller Welt.

Irmgard Bayard und Christoph Neuenschwander
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CEO Ferdi Töngi (rechts) erhält von der Belegschaft aus Deutschland eine Lederhose.

CEO Ferdi Töngi (rechts) erhält von der Belegschaft aus Deutschland eine Lederhose.

Marco Sansoni

Wie eröffnet eine Firma, die Laserschneidmaschinen herstellt, ihre Geburtstagsfeier? Mit einer Lasershow natürlich. So geschehen gestern am frühen Abend, als die Bystronic Laser AG, Niederönz, mit 330 Mitarbeitenden, Kunden und Gästen aus der ganzen Welt das 25-Jahr-Jubiläum feierte.

Wichtige Firma für Schweizer Wirtschaft

«Was Bystronic heute ist, wurde von innovativen Individuen, hervorragenden Teams und anspruchsvollen Kunden geschaffen», brachte
Ferdi Töngi, CEO der Bystronic, die Erfolgsstory der Firma auf den Punkt. Und: «Bystronic ist darauf vorbereitet, sich auch weitere 25 Jahre auf dem Markt zu behaupten.»

Regierungsrat Hans-Jürg Käser (FDP) hob die Wichtigkeit der Oberaargauer Firmen für die schweizerische Wirtschaft hervor. «Obwohl der Kanton Zürich den Ruf als wirtschaftlicher Motor der Schweiz hat, gibt es auch in Kanton Bern viele hervorragende und sehr erfolgreiche Firmen», betonte er. Gerade die Bystronic mit ihren weit mehr als 50 Lehrlingen zeige, dass junge willige Menschen eine Chance für ihre Zukunft hätten.

Als Polizeidirektor des Kantons Bern betonte er, wie wichtig Sicherheit ist. Aber nicht nur die Sicherheit vor Kriminalität, sondern auch die wirtschaftliche Sicherheit. Und dazu gehörten eben gut ausgebildete junge Menschen. Als Optimist, der jeweils die halb volle und nicht die halb leere Flasche sehe, blicke er optimistisch in die Zukunft. «Gerade weil es hier so viele intelligente, talentierte, hart arbeitende Männer und Frauen gibt, die Tag für Tag ihr Bestes geben und so Schwierigkeiten überwinden.»

Junge Technologie

Jakob Schmidheiny, Präsident des Verwaltungsrates der Conzzeta AG, zeigte sich überwältigt davon, was die Bystronic innerhalb von 25 Jahren erreicht hat. «Lasercutting ist eine relativ junge Technologie, deshalb konnte die Bystronic schnell expandieren.» Wie andere auch an diesem Abend hob er vor allem die grossen Verdienste von Ernst Zumstein (Geschäftsführer von 1965 bis 2000), Fred Horisberger (Leiter Produktion und Entwicklung von 1986 bis 2003) und Urs Singer (Leiter Verkauf von 1985 bis 2011) hervor.

Nicht zurück, sondern nach vorne will Robert Suter, CEO der Conzzeta AG, blicken. Das helfe, besser mit der Gegenwart umgehen zu können. «Es braucht Leute, die eine Firma zukunftsgerichtet führen», hielt er fest. Die Bystronic müsse sich deshalb auf den Märkten in aufstrebenden Ländern wie China, Indien oder der Türkei positionieren. «Es ist wichtig, dass eine Unternehmensleitung global denkt.» Er vertraue dem Team in Niederönz voll und erwarte von ihm, dass es den Weg in die richtige Richtung gehe, um globaler Marktführer auf dem Gebiet der Laserschneidtechnik zu werden.

Zusammengehörigkeitsgefühl

In den Pausen boten Mitarbeitende verschiedener Ländergesellschaften der Bystronic-Gruppe folkloristische Darbietungen oder übermittelten Videobotschaften. Die Koreaner etwa traten mit Perkussions-Volksmusik auf, deren Instrumente den Klang der Natur symbolisieren. Vier Verkäufer aus Deutschland führten einen Schuhplattler auf und überreichten anschliessend Ferdi Töngi eine Lederhose.

«Es ist bemerkenswert, dass Repräsentanten aus allen 28 Firmen aus der ganzen Welt heute hier in diesem Zelt versammelt sind und zu diesem Abend beitragen», sagte Schmidheiny. «Das zeigt, dass das Zusammengehörigkeitsgefühl und der Wille, gemeinsam erfolgreich zu sein, gross sind.»

Die Bystronic Laser AG wurde 1986 gegründet und wagte 1990 den Schritt ins Ausland. 1994 erwarb die Conzzeta AG von Jakob Schmidheiny die Aktienmehrheit. Heute zählt die Firma zu einem der Weltmarktführer ihrer Branche. Sie beschäftigt rund 1400 Mitarbeitende auf drei Kontinenten, davon etwa 500 in Nieder-önz, wo 67 Lernende in elf Berufen ausgebildet werden. (vgl. az Langenthaler Tagblatt vom 3. September).

Von den 330 gestern Anwesenden waren 270 Mitarbeitende. «Wir haben die Niederlassungen eingeladen, zehn Prozent ihrer Belegschaft, aber mindestens fünf Personen zu entsenden, und zwar nicht Verkäufer, sondern Background-Mitarbeitende», sagte Jean-Pierre Neuhaus, Leiter Kommunikation.