Unihockey
Youngster Bürki schiesst den SVWE zum Playoff-Sweep und in den Superfinal!

Mit zwei Treffern von Matthias Hofbauer (57.) und Jan Bürki (59.) verwandelte der Meister einen 3:4-Rückstand noch in einen 5:4-Sieg und «sweept» sich damit mit acht Siegen aus acht Spielen zum dritten Mal in den Superfinal! Dieser findet am Sonntag, 22. April (15.30 Uhr) in Kloten statt.

Marcel Siegenthaler
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SV Wiler-Ersigen

SV Wiler-Ersigen

Zur Verfügung gestellt

Das vierte Halbfinalspiel verlief lange wie die ersten drei Partien, doch dann sorgte ein spektakuläres Schlussdrittel doch noch für Playoff-Stimmung. Dass der neuformierte SVWE auch diese Herausforderung meisterte, verdient höchste Anerkennung. Dieses Team hat - unabhängig vom Ausgang des Superfinals – viel mehr erreicht, als realistischer weise erwartet werden durfte.
Irgendwann muss sie ja kommen die Reaktion des HCR in der Halbfinalserie gegen den SVWE. Nach drei Niederlagen mit nur zwei erzielten Toren blieb der zweite Heimaufttritt das Spiel der letzten Chance. Doch auch in den ersten 48 Minuten der vierten Partie veränderte sich der Verlauf der Serie nicht.

Der Meister kontrollierte das Spiel und den Gegner und lag mit 3:1 in Führung, nachdem Mutter kurz nach Beginn des Schlussdrittel auf 3:1 erhöhte und damit das Skore in den bisherigen vier Schlussabschnitten auf 11:0 erhöhte. Für Rychenberg hatte nur Schwerzmann getroffen und bis zu diesem Zeitpunkt mit zwei Toren genau doppelt so viele Tore in dieser Serie erzielt wie alle Teamkollegen zusammen!

Abschiedsgrüsse der Stars gekontert durch Hofbauer/Bürki

Wie also sollte der HCR noch reagieren können, ausgerechnet in einem Schlussabschnitt, wo bislang gar nichts zu holen war. Doch es gibt im Sport eben auch Situationen, die nicht berechenbar sind und so folgten sechs verrückte Minuten in denen der HCR heiss lief, gleich viele Tore erzielte wie zuvor in 228 Minuten.

Begünstigt durch zwei Strafen gegen den SVWE (Innerhalb von 14 Minuten traf es gleich drei SVWE-Spieler und keinen Winterthurer!) skorten hintereinander die drei Star-Ausländer Holtz, Sundstedt und Hautaniemi und kehrten das Spiel zur Freude der heimischen Fans. Doch es sollten nur die «Abschiedsgrüsse» an ihr Heimpublikum in ihrem letzten Spiel im HCR-Dress gewesen sein.

Meistertriple für die SVWE-U21 ist Tatsache

Die U21 des SV Wiler-Ersigen schafft das Meistertriple ! Dank einem Tor von Captain Mattia Schenk in der sechsten Minute der Verlängerung siegt der älteste Wiler Unhockey-Nachwuchs auch im dritten Playoff-Finalduell gegen GC Unihockey und holt sich dank dem 4:3-Sieg den Titel bei den ältesten Junioren zum dritten Mal in Folge.

Verdientermassen konnte das Team um die Erfolstrainer Lukas Schüepp. Beni Keller und Kusli Gerber den Meisterpokal und die Goldmedaille in Empfang nehmen. Nach dem souveränen Qualisieg mit 12 Punkten Vorsprung zeigte der SVWE seine Qualitäten auch in den Playoffs und siegte in zehn Partien neunmal. Total gewann der alte und neue Meister 30 von 32 Partien in dieser Saison!

Denn der Meister, der bislang seinen «Gameplan» immer durchziehen konnte und dann zugeschlagen hatte, wenn sich die Chance bot, zeigte, dass er auch reagieren kann, wenn es mal nicht nach Plan läuft.

Eine herrliche Kombination schloss Altmeister Matthias Hofbauer in der 57. Minute mit dem Ausgleich ab. Und sinnbildlicher weise schoss Youngster Jan Bürki den SVWE nach 70 Sekunden vor dem Ende mit einem satten Weitschuss in den Superfinal, dies auf Vorlage von Matthias Hofbauer.

Supercup, Qualisieg, Cuptriumph, Playoff-Sweep und Superfinal – eine surreale Bilanz

Der Älteste SVWE-Akteur bediente den Jüngsten, besser hätte man den in dieser Saison vollzogenen Generationenwechsel nicht darstellen können. Obwohl 13 Spieler aus dem letztjährigen Team nicht mehr im Kader stehen, steht der Titelverteidiger wieder im Superfinal.

Dies nachdem bereits der Supercup, die Qualifikation und der Cupfinal gewonnen wurde, «sweept» sich dieses Team nun auch ohne Niederlage mit acht Siegen in acht Spielen durch die Playoffs in den Superfinal.

Dies ist nicht einmal der grossen SVWE-Dynastie gelungen um die Gerber, Bichsel, Zimmermann, Mendelins und Gebrüder Hofbauer, welche sechs Titel in Serie holten. Eine unglaubliche, surreale Bilanz für dieses junge Team, das – unabhängig vom Ausgang des Superfinals – eine grossartige Leistung darstellt.

Matchtelegramm

HC Rychenberg Winterthur - SV Wiler-Ersigen 4:5 (0:0, 1:2, 3:3)

Eulachhalle Winterthur. 893 Zuschauer. SR Hürzeler/Peter.

Tore: 26. D. Johnsson (C. Mutter) 0:1. 28. M. Schwerzmann (S. Gutknecht) 1:1. 37. J. Bürki (T. Väänänen) 1:2. 43. C. Mutter (D. Känzig) 1:3. 48. F. Holtz (M. Hautaniemi) 2:3. 52. R. Sundstedt 3:3. 54. M. Hautaniemi 4:3. 57. M. Hofbauer (M. Louis) 4:4. 59. J. Bürki (M. Hofbauer) 4:5.

Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur. 4-mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen

Bermerkungen: SVWE mit Wolf im Tor, Hollenstein und Alder anstelle von Von Pritzbuer und Laubscher (U21) in der dritten Linie.