Veloclub
VC Eiken - 9-tägige Radreise in die Dolomiten

Sieben Mitglieder und vier Freunde nahmen an der Reise teil

Marcel Siegrist
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Am Montag, 20. Juli starteten 7 Mitglieder des Veloclub Eiken und 4 Freunde des Vereins zur 9-tägigen Rennradtour in die Dolomiten. Gestartet wurde um die Mittagszeit in Zernez. Am Einrolltag ging es 100 km hinunter nach Österreich zum 1. Etappenziel Imst. Am 2. Tag stand der erste grosse Pass, das 2509 Meter hohe Timmelsjoch auf dem Programm. Nach 72 Kilometern oben angekommen, ging es kurvenreich hinunter nach St. Leonard. Der dritte Tag führte die 10-köpfige Velogruppe, bei schönstem Wetter und Temperaturen um die 30 Grad, durch Meran und Bozen auf den Nigger- und Karrerpass. Dabei waren Steigungen um die 18 % keine Einzelfälle. Begleitet wurden sie von Fahrer „Bärti" im blauen Mazdabus, der die Velofahrer immer wieder mit seinen Sprüchen aufmunterte und anspornte. Nach 123 gefahrenen Kilometern genossen alle die Ankunft im Wellnesshotel Croce Bianca in Canazei. Von hier aus, waren für die nächsten Tage, drei Dolomitenrundfahrten geplant. Die Erste war die bekannte „Sellarunde", die über den Pordoipass, den Campolongopass, das Grödnerjoch und das Sellajoch führte. Die zweite Tour führte über den Passo di Fedaia, den Giaupass, den Falzaregopass und den Pordoipass wieder zurück nach Canazei. Zu bewältigen waren an diesem Königsetappen-Tag 105 Kilometer und 3356 Höhenmeter. Die dritte Tour ging über den Passo di Valles und den San Pellegrino. Aber auch die Möglichkeit einen oder mehrere Ruhe- und Wellnesstag einzulegen, wurden gerne benutzt. Zudem durften die hungrigen Velofahrer jeden Tag ihr Abendessen aus einem 4-Gang-Menu auswählen, um die verbrauchten Kalorien wieder aufzufüllen. Landschaftlich zeigten sich die Dolomiten, bei wunderbarem und klarem Sommerwetter, von ihrer schönsten Seite. Am 7. Tag verabschiedete sich dann die Gruppe von Canazei und die Fahrt ging weiter durch das Fassa- und Cembratal nach Lavis und Trento. Bei Temperaturen um die 35 Grad ging es hinauf zum Monte Bondone. In den unzähligen Kehren und Sepentinen hatte man immer wieder eine tolle Aussicht auf Trento und ins Etschtal. Nach kurzem Halt im Skigebiet fuhr man wieder hinunter zum Lago di Cavedine. Dort nutzten drei Fahrer und eine Fahrerin die Gelegenheit sich im See kurz abzukühlen. Nach 145 gefahrenen Kilometern liess man sich dann gerne im Etappenort Pietramurata von der italienischen Hausmannskost verwöhnen. Der 8. Tag ging, mit einer fast 90 km langen Anfahrt durch wunderschöne Landschaften, auf den 1895 hohen Passo di Croce Domini und wieder lange 50 km hinunter nach Edolo. Nach einem nächtlichen Gewitter schien am Morgen wieder die Sonne und die Berge waren zum greifen nah. Am 9. Tag teilte sich die Gruppe auf, die Männer bestritten den Mortirolopass, der sich, vor allem in der Abfahrt, als sehr „mörderisch" zeigte. Die vier Damen fuhren den etwas bequemeren Apricapass und gönnten sich im Dorf eine Kaffeepause. In Poschiavo ging es dann wieder gemeinsam weiter über den Berninapass zurück nach Zernez. Mit wunderschönen Erinnerungen, zufrieden über die erbrachte Leistung, müde und trotzdem erholt, kehrte die elfköpfige Gruppe wieder nach Hause zurück. Die Gesamtlänge der Tour betrug 980 Kilometer und zu bezwingen galt es fast 20'000 Höhenmeter. Alle Beteiligten haben Grossartiges geleistet und wurden dabei mit wunderbarem Wetter belohnt. Ein herzliches Dankeschön geht an Organisator Urs Schumacher und an Programmschreiber Andi Schnetzler, aber auch an Albert Frei, der uns diese 9 Tage mit dem Bus begleitet, und uns immer wieder mit seinen Aufmunterungen zum Lachen gebracht hat. Erlebt hat die Gruppe eine perfekt organisierte Tour; Hotels, in denen man sich wohl fühlte; keine Stürze und Pannen; eine wunderbare, ausgewogene mediterrane Küche und das schönste Postkartenwetter, das man sich nur wünschen kann. (czu)