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Städtli 1 hat die erste Niederlage der Saison eingefahren – und muss sich selber an der Nase nehmen

Wie konnte das passieren? Liesse sich diese Frage einfach so beantworten, könnte man einfach etwas dafür oder dagegen unternehmen. Aber so? 55 Minuten wie der sichere Sieger aussehen und dann doch noch mit fünf Toren Unterschied verlieren?

Lehner Adi
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Lakers Stäfa - STV Baden 37:32 (16:17)

Lakers Stäfa - STV Baden 37:32 (16:17)

Alexander Wagner

Ein Hauptproblem: Die Badener waren sich ihrer Sache zu sicher.

Zu Beginn des Spiels war gegenseitiges Abtasten angesagt, bevor Städtli 1 ab der 9. Minute das Spieldiktat übernahm. Zwei Tore in Führung. Unentschieden. Zwei Tore oder mehr in Führung. Unentschieden. Ein Tor in Führung zum Pausentee.

Die Lakers aus Stäfa hatten mitgespielt, die Badener hatten versucht, ein gepflegtes Spiel aufzuziehen; beide mit wenig Erfolg. Oft war es so, dass beide Teams einfach drauflosspielten, ohne Konzept, ohne Ordnung – und ohne Verteidigung!
Während der Pause wurde es laut in der Badener Kabine! Der Effekt hielt genau vier Minuten und 55 Sekunden an, während denen eine Dreitoreführung herausgespielt – und auch gleich wieder verloren wurde. Ein Spiegelbild der ersten Halbzeit.
Die Städtli-Spieler brachten es summa summarum 23 Mal fertig, das Tor nicht zu erzielen – vier von fünf Penalties (dreimal Holz, einmal gehalten) mit eingerechnet! Dazu kamen sieben Passfehler, womit das Spiel gelaufen war. Nach 54’57’’ stellte Baden die Torproduktion ein und verabschiedete sich aus dem Spiel. Bis zum Abpfiff musste man noch fünf Gegenstosstore über sich ergehen lassen – grausam.

Woran lag’s?

Zum einen am erwähnten Übermass von Siegesgewissheit. Zum anderen: siehe Statistik. Heisst: Jeder Akteur aus dem Aargau muss sich zu allererst selber an der Nase nehmen, muss mit der Fehlersuche bei sich selber beginnen und nicht bei anderen!
Am 22. November steht das nächste Spiel an: STV Baden zu Hause in der Aue gegen den RTV Basel, das einzige noch verlustpunktlose Team der Liga! Bis da wird jeder einzelne Spieler in die Pflicht genommen, damit in elf Tagen ein ganz anderes Städtli auf der Platte steht. Ein Städtli 1, das gewillt ist, zu kämpfen – bis zum Schluss!

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