Handharmonika-Orchester
Musik zwischen Himmel und Erde

Heinz Fahrni
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Handharmonika-Orchester Solothurn – Musik zwischen Himmel und Erde

Am Sonntag, 26. Mai 2013 fand in der reformierten Stadtkirche Solothurn das Pfingstkonzert des Handharmonika-Orchesters Solothurn (HOS) unter der musikalischen Leitung von Susanne Weber statt. Vor zahlreich erschienenem Publikum präsentierte das Orchester gemeinsam mit dem Tenor Damian Meier (I QUATTRO) und dem Gospelchor „The Rejoice-Singers“ (Ltg. Corinne Neeser) ein abwechslungsreiches Programm zum Thema „Zwischen Himmel und Erde“.

Als Einstimmung zum Konzert gab es die Möglichkeit, sich bereits ab 15 Uhr mit „erdigem“ Kaffee und „himmlischem“ Kuchen zu verköstigen. Musikalisch wurde das Kuchenbuffet von jugendlichen Akkordeontalenten umrahmt, die mit ihrem fröhlichen und selbstbewussten Auftreten Konzertstimmung verbreiteten. Alsbald strömte auch schon das Abendpublikum in die Kirche und füllte die Reihen bis fast auf den letzten Rang. Das Konzert wurde vom HOS eröffnet mit dem Stück „Adventure“ von Markus Götz (arr. Gerd Huber). Unter dem souveränen Dirigat von Susanne Weber zeigte das Orchester bereits ein erstes Mal die musikalische Vielfalt des Klangkörpers Akkordeonorchester, unterstützt von zwei Schlagwerkern. Der musikalische Gehalt der Komposition erinnerte stark an Elemente aus Filmmusik und steckte bereits im Groben die stilistischen Grenzen des Abends ab.

Mit „Swing low, sweet chariot“ folgte ein erstes gemeinsames Stück des HOS mit den „Rejoice-Singers“. Auch wenn der Gospelchor der schwierigen Kirchenakustik nicht immer gewachsen war, sprang die Begeisterung der „Rejoice-Singers“ unter der engagierten Leitung von Corinne Neeser sofort auf das Publikum über. Nun folgte ein musikalischer Block mit reinen Chorstücken oder weiteren gemeinsamen Gospelsongs.

Danach sollte ein stilistischer Schwenk folgen. Mit dem Nuevo Tango „Oblivion“ von Astor Piazzolla war nun ein wenig mehr vom „Himmel“ zu hören – das Spiel des HOS erhielt für einen kurzen Augenblick etwas mehr musikalische Tiefe. Im nächsten Stück „Sway“ von Pablo Bertran Ruiz erklang nun ein erstes Mal die gefühlvolle und kräftige Stimme von Damian Meier, welche in den weiteren Stücken, „Why, god, why“ (Claude-Michel Schönberg, arr. Susanne Weber) und „Der Weg“ (Herbert Grönemeyer) noch mehr zum Tragen kommen sollte.

Mit „The Phantom of the Opera“ von Andrew Lloyd Webber konnte das HOS nochmals sein ganzes klangliches Spektrum präsentieren bevor mit „You raise me up“ das Konzert in einem Gesamtspiel seinen Abschluss fand. Das begeisterte Publikum liess es sich nicht nehmen, noch eine Zugabe der Interpreten zu fordern. Man darf gespannt sein, wo die musikalische Entwicklung des Handharmonika-Orchesters Solothurn unter der sensiblen Leitung von Susanne Weber hinführen und was der Verein dem Publikum als nächstes präsentieren wird. Marc Draeger

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