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Möhlin steigert sich und gewinnt gegen den TV Solothurn mit 22:19

Der TV Möhlin schlägt den TV Solothurn mit 22:19 (10:9), überzeugte aber phasenweise nicht mit seiner Spielqualität. Die Freitagabend-Partie vor rund 350 Zuschauern war auch geprägt von kampfbetonten Defensiven und von umstrittenen Schiedsrichterentscheiden.

Christine Steck
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Die Partie war geprägt von kampfbetonten Defensiven.

Die Partie war geprägt von kampfbetonten Defensiven.

Michi Mahrer

Nach dem Schlusspfiff war die Erleichterung über die heute geholten zwei Punkte in der Heimequipe gross! Zu viele Aktionen wollten zuvor, vor allem während der ersten Hälfte, nicht gelingen.

Rok Jelovcan war für sein Team einmal mehr ein verlässlicher Rückhalt! Seine Paraden neutralisierten viele kritische Phasen. Er parierte sensationelle 55 Prozent der Würfe. In den ersten Minuten der Partie zeichnete sich ein leichter Vorsprung für Möhlin ab, der dann aber durch Marco Kurth und Oliver Zimmermann von Solothurn in der elften Spielminute egalisiert wurde (3:3).

Akzente setzt im Rückraum

Danach wechselte Zoltan Cordas, Florian Doormann ein, welcher im Rückraum Akzente setzen sollte. Aber Manuel Csebits verlor den Ball und Solothurn startete zum erfolgreichen Tempo-Gegenstoss.

Csebits musste sich über sieben technische Fehler ärgern, hat aber im Gegenzug sieben Tore und damit die meisten Treffer erzielt. So war es auch danach Csebits selber der den Anschlusstreffer zum 5:6 (16.) ausführte. Jelovcans Parade gegen Marco Kurths gefürchteten Wurf brachte dann wieder Schub.

Und den brauchte das Heimteam, denn erneut wurde es mit Zeitstrafen zurückgebunden, diesmal traf es Sebastian Kaiser, welcher für sein beherztes Eingreifen bestraft wurde. Erst nach der 22. Minute holte sich der Gastgeber erneut die Führung durch Florian Doormann zurück.

Wertvolle Aufholarbeit

Zuvor hatten Csebits und Oliver Mauron ihre Klasse ausgespielt und wertvolle Aufholarbeit geleistet. Solothurn sah sich nun in die Enge getrieben und nahm die Auszeit (8:7/23.).

Bis zum Pausenpfiff lief vieles gegen Möhlin, eine fragwürdige Zeitstrafe, Siebenmeter inklusive, eine gelbe Karte an die Adresse des Trainers und ein parierter Siebenmeter. Zum Glück interessierte das Mischa Wirthlin keinen Deut, er erhöhte das Skore mit seinen zwei Treffern zum Pausenstand von 10:9 für Möhlin.

Die zweite Hälfte begann durchzogen, zwar fielen Tore für Möhlin, aber die verworfenen Bälle und die Rempeleien auf beiden Seiten liessen den Spielfluss stottern. Erst ab der 35. Minute, als Karlo Ladan vom Kreis die Zwei-Tore-Führung erzielte und Marco Kurth im Gegenzug den Ball verhedderte, kam die Fricktaler Offensive in Fahrt.

Karlo Ladan war am Kreis gefährlich.

Karlo Ladan war am Kreis gefährlich.

Michi Mahrer

Aber die guten Phasen waren nicht von Dauer. Da auch Solothurn nicht ihr bestes Spiel abrufen konnte, hielt sich der Schaden in Grenzen. Als in der 40. Minute das 14:10 auf der Leuchttafel erschien, kassierte Tin Tokic seine zweite Zeitstrafe. Und Kurth verkürzte danach für Solothurn, obwohl sein Kollege am Flügel zuvor unbemerkt im Seitenaus stand, als er den Ball abfing.

Wieder eine Schrecksekunde mit Torfolge und so offensichtlich entstanden, dass das Publikum seinen Unmut kundtat. Da kam Nicolas Bamerts Einlage, er parierte in der 50. Minute einen fragwürdigen Siebenmeter, gerade recht. Weniger richtig fühlte sich das «Werben» der Solothurner um Kreisläufer Karlo Ladan an, er wurde hart angegangen und hielt im Angriff trotzdem Räume offen.

So netzte Sebastian Kaiser danach zum 20:15 ein (55.) und Csebits erhöhte zur Vorentscheidung. In der ablaufenden Spielzeit kassierte Möhlin noch drei Zeitstrafen und spielte damit insgesamt 16 Minuten in Unterzahl (sechs Minuten für Solothurn), der Arbeits-Sieg war ihnen aber nicht mehr zu nehmen.

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