Frauenriege
Frauenriege Mägenwil auf der Reise

Wenn Engel reisen

Christine Sandmeier
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100 Fränkli, Wer weiss? Wohin führt die Turnerreise der Frauenriege 2009? Diese zwei Fragezeichen begleiten uns über das ganze Wochenende. Mit gemischten Gefühlen treffen wir uns um 7.15 Uhr beim Bahnhof Mägenwil. Petrus hat fürs ganze Wochenende sehr schlechtes Wetter geplant und ausser Annemarie Gisler weiss niemand, wohin die Reise geht.

Der Zug Richtung Othmarsingen fährt ein und via Rotkreuz erreichen wir Luzern, wo es die erste Kaffeepause gibt. Wir spekulieren wieder, geht es nach Hergiswil, Meiringen, Sarnen, Interlaken? Annemarie führt uns zielstrebig zu unserem Zug Richtung Interlaken. Das Cüpli von Daniella kühlt unsere rauchenden Köpfe. Pia stosst mit Elisabeth an:“ Schön, dass du da bist.“ Das Abteil erfüllt sich mit lautem Gelächter und die Sonne schaut das erste Mal zum Fenster hinein. In Meiringen steigen wir aus und gehen zur Busstation. Aber welchen Bus? Ein Chauffeur fragt Pia, wer wir denn sind? Unbegreiflich! Nachdem Pia ihm gesagt hat, dass wir die neuen Kandidatinnen der Miss Schweiz Wahlen sind, ist er wie vom Erdboden verschwunden. Mutig kommt ein anderer Chauffeur zu uns, Annemarie spricht mit ihm. Zum Glück ist er flexibel und wir können in einen Bus einsteigen, auf dessen Schild Beiwagen steht. Wir probieren den Mann charmant auszufragen, aber nein auch er hüllt sich in Verschwiegenheit. Wir fahren auf einer engen, steilen Strasse bergaufwärts, ab und zu lässt er das Postautohorn aufheulen. In Kaltenbrunnen steigen wir aus. Bei herrlichem Sonnenschein, wandern wir durch eine wunderschöne Landschaft. Nach einem gemütlichen Mittagessen am Bach, wandern wir weiter, vorbei am nostalgischen Berghotel Rosenlaui, das am Fusse der Engelhörner steht. Unser Ziel ist, das Naturwunder der Alpen die Gletscherschlucht Rosenlaui zu bewundern. Ein mächtiger Wasserfall bildet den Auftakt der Schlucht. Zwei bis sechs Kubikmeter Wasser stürzen hier pro Sekunde in die Tiefe. Die Felswände sind mit Strudellöchern bedeckt, Spuren, die von früheren Gletschern zeugen. Noch benommen von dem eindrücklichen Naturschauspiel geniessen wir einen feinen Kafi beim Eingang zur Schlucht. Es wird wieder spekuliert, geht es jetzt weiter in Richtung Jungfraujoch, kleine oder grosse Scheidegg? Annemarie lässt sich nichts anmerken, so marschieren wir weiter. Es ist wieder eine wunderbare Landschaft. Auf der Schwarzwaldalp, haben wir unser Ziel erreicht. Hier werden wir übernachten! Nach einem erfrischenden Bier draussen neben einer Kuhweide und noch herrlichem Sonnenschein, wechseln wir in die Gaststube. Nach dem Zimmerbezug, geht es zum Nachtessen zurück.

Bei Lauchcremesuppe, Voressen, Kartoffelstock, Rüebli und einem Caramelköpfli zum Dessert, tauschen wir verschiedene Lebensweisheiten aus.

Ein neuer, sonniger Tag beginnt.- Langsam wird es draussen hell, wir werden sanft von den Glocken der Kühe geweckt, die auf die Weide gebracht werden. Beim reichhaltigen Zmorge taucht plötzlich die Frage auf:“ Was ist eigentlich mit den 100 Fränkli?? Natürlich will Annemarie auch heute nichts verraten. Mit dem Bus fahren wir über die grosse Scheidegg Richtung Grindelwald. Wieder haben wir eine kurvenreiche wunderbare Landschaft, von weitem sehen wir die Berge Eiger, Mönch, Wetterhorn, Schreckhorn. Nur die Jungfrau hat sich hinter dem Eiger versteckt. In unteren Lauchbühl steigen wir aus. Steil führt ein Weg durch eine Wiese Richtung Gondelstation Bort. Dort sehen wir die Lösung der 100 Fränkli: Die Überraschung heisst Trotti-Bike. Die 100 Fr. sind als Depot gedacht. Nach einem guten Kaffee im Berghaus Bort und einem Stück Apfelstrudel, fassen wir Helme und Trotti. In rassanter Fahrt flitzen wir nach Grindelwald hinunter. Nach zurückbringen der Trotti-Bikes geniessen wir noch ein wenig die Stadt. Um 15.50 Uhr bringt uns der Zug via Interlaken, Bern, Olten, Aarau nach Mägenwil zurück.

Übrigens es ist schon so: Wenn Engel reisen, lacht die Sonne!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Cornelia Zeier

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