Naturschutzverein Eiken
Der Naturschutzverein Eiken überzeugt

Daniela Lauber Bärlocher
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Mit Überzeugung bietet der Verein auch im 2019 das Jahresprogramm mit einem Schwerpunktthema an. Im laufenden Jahr wird es auch Neuerungen geben. Mit dem Wechsel im Vorstand und deren Erweiterung von 4 auf 5 Personen werden die Aufgaben neu verteilt.

An der Generalversammlung des Vereins am 25. Januar 2019 wurden zwei Jubilaren die Ehre erteilt. Markus Schuhmacher kann auf eine stolze 30-jährige und Roland John auf eine 20-jährige Vorstandsarbeit zurückblicken. Die Mitglieder dankten den beiden mit Applaus für deren grossen Einsatz. Roland John wird seine Aufgabe als Aktuar im Vorstand auch im 2019 fortsetzen. Markus Schuhmacher wird sich von der operativen Tätigkeit im Verein zurückziehen und die Vorstandsaufgaben abgeben. Zwei neue Naturfreunde konnten für den Vorstand gefunden werden. Lilian Brunner und André Blättler wurden an der Generalversammlung einstimmig gewählt. Die beiden sind seit ein paar Jahren aktiv im Verein und an den Einsätzen jeweils mit dabei. Lilian Brunner ist zudem bekannt für ihren naturnahen Garten und ihre Gartenberatungen. Der Vorstand nutzt die personelle Veränderung, um die Aufgabenverteilung neu zu überdenken.

Der Präsident präsentierte den Mitgliedern das sehr aktive Jahr 2018. Das Biotop im Gebiet Schmitte wurde erneuert. Die Gemeinde wie auch der Kanton finanzierten einen Grossteil der Renaturierung. Der Workshop zu den Nisthilfen der Insekten war ausgebucht. Die Aktiven des Vereins pflegten die Biotope, brachten viele neue Ideen ein und die Pensioniertengruppe restaurierten den Rastplatz beim Reservoir im Chinz. Die Bevölkerung nahm den Verein sehr bewusst wahr, unter anderem durch die regelmässigen Medienberichte, die Gartenberatungen von Lilian Brunner und Daniela Lauber Bärlocher, die persönlichen Mitgliederkontakte des Kassiers Bruno Gambarini, die Mitarbeit in der Natur- und Landschaftskommission, den guten Kontakt des Vorstands zum Gemeinderat und nicht zuletzt durch die fundierten faunistischen Kenntnisse von Thomas Wohldmann und Markus Schuhmacher. Die neu gestaltete Webseite untermauert die letztjährigen Anlässe mit ansprechenden Bildern.

Das Thema naturnaher Garten hatte bei der Bevölkerung Anklang gefunden und wird im 2019 fortgesetzt. Das Referat von Goran Dusej, Regionalvertreter der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz, war an der Generalversammlung der Startschuss zum Jahresthema „naturnaher Garten mit Schwerpunkt Reptilien“. Doch warum setzt sich der Verein gerade für Reptilien ein? Den Kriechtieren fehlen geeignete Lebensräume. Naturnahe Flächen und Kleinstrukturen wie Hecken, Holz- oder Steinhaufen werden seltener und verschwinden. Auch im Privatgarten gibt es Möglichkeiten, den Tieren geeignete Bedingungen zu bieten. An den Anlässen im 2019 wird der Verein Interessierten zeigen, wie das Überleben von Eidechsen und Co gesichert werden kann. Es ist wiederum ein Workshop für Kinder mit ihren Eltern, Grosseltern oder Gotti geplant. Mit Informationen und der Herstellung von Unterschlüpfen will der Verein den Bestand fördern.

Die Generalversammlung wählte dieses Jahr passend zum Jahresprogramm die Schlingnatter als Reptilienvertreter zum Tier des Jahres 2019. Die Schlingnatter ist die kleinste Schlangenart in unserer Gegend. Im Gebiet Ehlenberg ist sie anzutreffen, doch selten zu sehen. Bei Störungen verharrt sie scheu und unbeweglich und wartet, bis die Gefahr vorüber ist. Die Tiere werden vermehrt auf Restflächen abgedrängt. Es fehlen Kleinstrukturen, sonnige ungestörte Flächen sowie wenig gemähte Wiesen. Der Lebensraum Chinz muss unbedingt erhalten bleiben und durch Neu Schaffung von Kleinstrukturen erweitert werden, damit diese seltene Schlange in Eiken überleben kann.

Der Verein ist überzeugt, mit einer aktiven Beteiligung der Bevölkerung die Natur in Eiken zu erhalten und aufzuwerten.

Daniela Lauber Bärlocher, Thomas Wohldmann

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