Der Grenchner Flughafen registriert ungefähr gleich viele Flugbewegungen wie der Euro-Airport in Basel: Rund 78000 Flugzeuge landen und starten pro Jahr. «Wir haben auch Lärmbeschwerden, aber in viel kleinerem Umfang als in Basel und Zürich», sagt Flughafendirektor Andreas Wegier. «Wirtschaft und Bevölkerung sind hier enger miteinander verbunden. Die Leute sind auch ein wenig stolz auf unseren Flughafen.» In den 90er-Jahren war die Lärmbelastung in Grenchen höher: Damals waren es 112000 Flugbewegungen pro Jahr. Das Hauptgeschäft des Grenchner Flughafens sind Schulungsflüge. Es ist der grösste Schulungsplatz der Schweiz und der einzige Ort, wo Piloten einen Bachelor-Titel erwerben können.

Ein zweites Standbein des Flughafens verliert an Bedeutung: Seit der Wirtschaftskrise sind Freizeitflüge nicht mehr so hoch im Kurs. Den Rückgang kompensiert der Flughafen mit einer Zunahme bei den Geschäftsflügen. Deshalb ist eine Pistenverlängerung geplant. Auch von Prominenten wird der kleine Flughafen geschätzt. «Hier sind schon alle gelandet, die man auf Plakaten sieht – ob Model oder Schauspieler», erzählt der Flughafendirektor. Die Promis würden es schätzen, dass sie auf dem kleinen Flughafen unerkannt bleiben. (öpf)