Das ist keine gute Nachricht für die Schulkinder des Hermesbühlschulhauses, aber auch für viele Sporttreibende von städtischen Vereinen: Die neue Doppelturnhalle des «Hemmli» wird nicht wie geplant schon Ende dieses Jahres eröffnet werden können, sondern erst sechs Monate später, also im Sommer 2017.

«Der Terminplan sah vor, die Turnhallen nach 17 Monaten Bauarbeit Ende 2016 in Betrieb zu nehmen», schreibt das Stadtbauamt in einer Stellungnahme. Und weiter: «Da die auf der Baustelle angetroffene Bodenbeschaffenheit nicht den Erwartungen nach den geologischen Voruntersuchungen entspricht, werden die Turnhallen rund ein halbes Jahr später fertiggestellt werden können.»

Und ergo wohl erst nach den Sommerferien 2017, also auf das neue Schuljahr hin benützbar sein. Der Start zum Neubau war im Juni des letzten Jahres erfolgt, was zu erheblichen Umorganisationen im Turnbetrieb der Schule, aber auch bei den Hallenkapazitäten für die Vereine geführt hatte.

Nicht alles untersucht

Nach dem Baubeginn wurden zuerst die alten Turnhallen und das Lehrschwimmbecken – auf dieses wird künftig ganz verzichtet – abgerissen. Nun wurde die Baugrube mit einer Spundwand gesichert und die Pausenhalle unterfangen. «Gemäss den geologischen Voruntersuchungen um die alten Turnhallen», so das Stadtbauamt, «wurde von tragfähigem, kiesigem Material als Baugrund ausgegangen.»

Bei den Aushubarbeiten sei jedoch unter dem Gebäude mehrheitlich «schlammiges, schlecht tragfähiges Material» zum Vorschein gekommen. «Was unter der alten Bausubstanz war, konnten wir nicht untersuchen», präzisiert Andrea Lenggenhager, Leiterin Stadtbauamt.

Zumal der Neubau wesentlich tiefer, nämlich um zwei Geschosshöhen, zu liegen gekommen sei. «Wir haben sofort reagiert, und nach den getroffenen Massnahmen sollte nun der Bau wie geplant fortgeführt werden können», meint die Bauamtleiterin.

Der schlechte Baugrund hatte bei der angrenzenden Pausenhalle und und der darüber liegenden Aula Setzungen verursacht und die bereits bestehenden Rissbildungen im Fassadenbereich vergrössert.

Deshalb musste dieser Bereich mit Mikropfählen gesichert und zusätzliche Verankerungen und Injektionen bei den Spundwänden angebracht werden, ehe es möglich wurde, die Aushubarbeiten überhaupt weiterzuführen.

270 000 Franken Zusatzkosten

Das Stadtbauamt rechnet nun mit zusätzlichen 160 000 Franken für die erwähnten Spezialmassnahmen im Tiefbau sowie weiteren 110 000 Franken für die Sanierung der Fassadenrisse – total also 270 000 Franken.

Die tröstliche Nachricht von der Baselstrasse: Gemäss den aktuellen Kostenprognosen des Stadtbauamtes könnten diese Zusatzkosten mit dem bewilligten Baukredit von 12,1 Mio. Franken abgedeckt werden, «weshalb keine Kreditüberschreitung zu erwarten ist».