Langenthal

Flanieren, bestaunen und entdecken am Künstlermärit

Am Stand von Monika Rindlisbacher aus Aefligen.

Am Stand von Monika Rindlisbacher aus Aefligen.

Gute Gespräche über Kunst und die Welt geniessen Besucher und Aussteller gleichermassen. Der Künstlermärit ist für neugierige Kunstliebhaber ein angenehmer Ort zum Betrachten von aktuellem Kunstschaffen. Man findet Zeit, sich zu inspirieren.

Gute Gespräche über Kunst und die Welt geniessen Besucher und Aussteller gleichermassen. Der Künstlermärit ist nicht nur für neugierige Kunstliebhaber ein angenehmer Ort zum Betrachten von aktuellem Kunstschaffen. Man findet Zeit, sich zu inspirieren und zu begegnen.

An der oberen und unteren Marktgasse in Langenthal erhalten die Aussteller eine Plattform, ihre Originalwerke einem breiten Publikum persönlich vorzustellen. Eine abwechslungsreiche Mischung, präsentiert von 60 Kunstschaffenden vornehmlich aus der nahen Umgebung, aber auch aus Basel und Luzern. An 48 Marktständen sind Malerei, Fotografie, Skulpturen ebenso vertreten wie Keramik, Schmuck und Glasarbeiten.

Lyrische Klänge durchziehen die Marktgasse und untermalen die Kunst mit irischer Folk Music. Viele Besucher halten inne und lassen sich von der Gruppe «Bogroad» verzaubern. «Wir haben diese Musiker engagiert, weil Celtic Folk zum Markt passt», erzählt Patricia Neukomm von Düby Spezialitäten.

«Eine wunderbare Idee, dieser Künstlermärit. Es ist ein ganz anderes Gefühl, Kunst unter freiem Himmel zu geniessen als in Museen oder Galerien», erklärt das Ehepaar Brügger aus Thunstetten und freut sich über ein soeben erstandenes Werk am Stand von Jasmin Rey.

«Alles im Rahmen»

«Alles im Rahmen» betitelt die gelernte Keramikmalerin aus Burgdorf ihre originelle Kunst: «Mit Kalligrafie beschäftige ich mich schon lange und kombiniere entsprechende Sprüche mit alten Gegenständen wie einer Kaffeemühle oder Kamera», erklärt Jasmin Rey, die vom Konzept der Geschäftsvereinigung überzeugt ist: «Von der Tagesparkkarte über einem Präsent als Geste der Wertschätzung bis zur Schlechtwetter-Alternative ist alles organisiert.»

Dank den angenehmen Temperaturen ist diese kein Thema, und zusehends beleben sich die Strassencafés. Bei einem Espresso oder Glas Wein fühlt man sich in die malerische Stimmung von Südfrankreich versetzt.

Aquarellieren gilt als Königsdisziplin unter den verschiedenen Maltechniken. Sabine Dreher aus St. Urban unterrichtet an der Volkshochschule Oberaargau und macht auf ihren neuen Kurs «Das moderne Aquarell» aufmerksam, der im August beginnt.

Rosenfrauen, Venusengel und Femmes fatales in zarten Pastellfarben sind von Veronika Müller sinnlich und neckisch gestaltet. «Keramik begleitet meinen Weg seit vielen Jahren und fordert mich immer wieder neu heraus», sagt die Aargauer Künstlerin aus Alikon.

«Alles Handarbeit», betont Toni Wälchli aus Roggwil, der sich nach seiner Pension mit Eisenskulpturen beschäftigt. Die rostigen Würfel des gelernten Schlossers erregen viel Aufsehen.

Früh aufgestanden sind nicht nur die Ausstellenden, sondern auch Daniel Bader und Peter Moser von der organisierenden Stadtvereinigung. Bereits um fünf Uhr waren sie vor Ort und zeigen sich beeindruckt, wie friedlich und ruhig die Aussteller ihr Material angeliefert und aufgestellt haben: «Dieses Jahr sind 30 neue Künstler dabei. Damit erreichen wir einen gesunden Mix». Ein erklärtes Ziel ist die vermehrte Frequentierung der unteren Marktgasse.

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