WM-QUalifikation
Die Nati startet erfolgreich in die WM-Quali und schlägt Litauen mit 4:1

Die Schweiz besiegt Litauen 4:1. Es ist ein überzeugender Start in die WM-Qualifikation.

Pascal Kuba, Thun
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Ebnet der Schweiz mit ihrem Tor den Weg: Alisha Lehmann.

Ebnet der Schweiz mit ihrem Tor den Weg: Alisha Lehmann.

Alessandro Della Valle / EPA

Kreativität, Bewegung, gutes Positionsspiel: Das forderte Trainer Nils Nielsen vor dem Spiel gegen Litauen, in dem drei Punkte Pflicht waren. Nicht nur, weil die Schweizerinnen gegen die Baltinnen klar zu favorisieren waren. Bereits in der Qualifikation für die EM traf die Nati auf Litauen und gewann mit 3:0 und 4:0. Das gab Selbstvertrauen.

Starker Beginn der Nati gegen Litauen

Bereits von der ersten Minute an gab die Schweiz die Tonart für die kommenden 90 Minuten plus Nachspielzeit an. Kreativ, beweglich und mit gutem Positionsspiel traten die Schweizerinnen auf. Dazu kam eine unheimliche Zweikampfstärke. Ein Start, wie ihn sich Nils Nielsen besser nicht hätte erträumen können. Prompt kamen auch die ersten Chancen. Irina Pando scheiterte nach schönem Pass von Lia Wälti an der litauischen Keeperin, Luana Bühler köpfelte den Ball nach einer Ecke an den Pfosten und ein Schuss von Sandy Maendly wurde entscheidend abgeblockt.

Der Start dürfte Nils Nielsen gefallen haben.

Der Start dürfte Nils Nielsen gefallen haben.

Marc Schumacher / freshfocus

Vieles ging in der Anfangsphase über die rechte Seite von Alisha Lehmann. Die Spielerin von Aston Villa war omnipräsent und sorgte mit ihren Bällen in die Mitte immer wieder für Gefahr. Sie setzt dann auch dem Warten auf das erste Tor der Schweizerinnen ein Ende. Ana-Maria Crnogorčević flankte in den Strafraum, wo Lehmann am zweiten Pfosten ohne Bewacherin stand und das Leder einnetzte.

Die Schweiz erhöht, Litauerin mit tollem Weitschusstor

Danach folgten wilde Szenen: Nach einer weiteren gefährlichen Lehmann-Flanke wurde Maendlys Kopfball auf der litauischen Torlinie geklärt. Zu diesem Zeitpunkt machten sich ebenso die ersten Frustfouls der Litauerinnen bemerkbar, die den Klassenunterschied der beiden Teams hart zu spüren bekamen. Und just, als man dachte, die Schweiz würde die Kontrolle über das Spiel verlieren, schlugen sie wieder zu. Bachmann bekam an der Strafraumgrenze den Ball, dribbelte sich wie im Slalom durch die Verteidigung und passte in die Mitte, wo Maendly uneigennützig durchliess und Sow den zweiten Treffer markierte.

Ramona Bachmann mit dem 3:1 für die Schweiz.

Ramona Bachmann mit dem 3:1 für die Schweiz.

Marc Schumacher / freshfocus

Die zweite Halbzeit begann dann wie die erste. Intensiv spielende Schweizerinnen trafen auf hilflose Litauerinnen. Das erste Ausrufezeichen konnten aber die Gäste setzen. Ausgerechnet Captain Lia Wälti, die bis zu diesem Zeitpunkt ein tadelloses Spiel gezeigt hatte, konnte einen Ball in der eigenen Platzhälfte nur ungenügend kontrollieren. Rimantė Jonušaitė knöpfte ihr den Ball ab und schloss diskussionslos ab aus 25 Metern ab, der hinter Gaëlle Thalmann einschlug.

Leistung der Schweizerinnen nimmt ab und vergibt Chancen

Als Konsequenz rannte die Schweiz danach wieder zielstrebiger an und konnte durch die bärenstarke Ramona Bachmann den Zweitorevorsprung wieder herstellen. Die Wechsel von Nielsen und die fortgeschrittene Zeit zeigten aber ihre Wirkung und die Nati agierte in der Schlussphase weniger beharrlich. Die Chancen wurden zwar nicht minder, doch der Killerinstinkt war nicht mehr vorhanden. Dies ist der einzige Kritikpunkt, den man den Schweizerinnen trotz einer fantastischen Leistung ankreiden muss. Zum Schluss kommt mit dem 4:1 in der Nachspielzeit durch Svenja Fölmli noch ein wichtiges Tor im Kampf um die Qualifikation dazu.

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