Sollten die Buchmacher recht behalten, führt der Weg zum Meistertitel in der neuen Saison der National Football League nur über New England. Geschwächt werden die Favoriten durch die Verletzung von Julian Edelman, der sich beim ersten Vorbereitungsspiel einen Kreuzbandriss zuzog und für die gesamte Saison ausfallen wird.

In der AFC (American Football Conference), in der die Hälfte der 32 NFL-Mannschaften spielt, gehören neben den Patriots auch die Pittsburgh Steelers und die Oakland Raiders zum engeren Favoritenkreis. Die Raiders setzen dabei ganz auf den 26-jährigen Spielmacher Derek Carr, der endlich den Sprung in die Quarterback-Elite schaffen will.

Dallas Cowboys im Fokus

In der NFC (National Football Conference), zu der die andere Hälfte der Teams zählt, werden den Green Bay Packers die besten Chancen auf den Einzug in den Super Bowl attestiert, bei dem am 4. Februar 2018 in Minneapolis die Sieger von AFC und NFC aufeinander treffen.

Auch Vorjahresfinalist Atlanta, Seattle und die New York Giants gehören zum erweiterten Favoritenkreis. In Texas gilt die Aufmerksamkeit den Dallas Cowboys, die dank den beiden überragenden Rookies der letzten Saison, Quarterback Dak Prescott und Running Back Ezekiel Elliott, nicht nur zu den Favoriten, sondern auch zu den aufregendsten Mannschaften der Liga zählen.

Elliott dominierte die Schlagzeilen bereits vor dem Saisonstart. Wegen angeblicher häuslicher Gewalt gegen seine damalige Freundin wurde er von der Liga für sechs Spiele gesperrt - obwohl er dafür nicht angeklagt wurde. Sein Rekurs gegen die Sperre wurde am Dienstag abgewiesen.

Auch an der Westküste ist einiges in Bewegung: Nachdem im vergangenen Jahr bereits die Rams nach Los Angeles zurückgekommen sind, kehren in diesem Jahr auch die Los Angeles Chargers an ihren Ursprungsort zurück. Nun hat die kalifornische Millionenmetropole plötzlich zwei NFL-Teams.

Mehr Umsatz als die Premier League

Trotz aller Unwägbarkeiten ist eines gewiss: Die NFL wird auch 2017 wieder ein Milliardengeschäft. Laut dem US-Sportwirtschaftsmagazin "SportsBusiness Journal" rechnet die NFL mit einem Umsatz von rund 13,4 Milliarden Franken.

Zum Vergleich: Die Klubs von Europas finanzkräftigster Fussball-Liga, der englischen Premier League, machten in der Saison 2015/16 etwa 4,9 Milliarden Franken Umsatz.