Rad

Tour de Suisse: Viele Sprinter, aber schwierige Berge

Fabian Cancellara keystone

Fabian Cancellara keystone

Die Gebrüder Schleck und Fabian Cancellara führen die Teilnehmerliste der Tour de Suisse an. Am 11. Juni fällt in Lugano der Startschuss zur 75. Jubiläumsausgabe.

Seit Jahren duellieren sich die Dauphiné-Rundfahrt und die Tour de Suisse um den Titel des idealen Vorbereitungsrennens für die Tour de France. Heuer scheinen die Franzosen in der Gunst der Rundfahrt-Spezialisten höher im Kurs zu sein: Von den Tour-de-France-Spitzenplatz-Aspiranten fanden lediglich die Gebrüder Schleck Aufnahme in die vorläufige Starterliste.

downloadDownloadpdf - 362 kB

Giro-Triumphator Alberto Contador und BMC-Zugpferd Cadel Evans werden beide die Dauphiné bestreiten, ebenso der letztjährige Überraschungsmann der Tour de Suisse, der Holländer Robert Gesink.

In Tour-de-France-Formation

Andy und Fränk Schleck sowie Fabian Cancellara führen das Leopard-Trek-Team an, welches in der Schweiz in der Tour-de-France-Formation fahren wird. Die beiden Luxemburger gehören zu den Favoriten auf den Gesamtsieg – wenn er sich mit den minutiösen Vorbereitungen auf die Tour de France vereinbaren lässt.

Auch Andreas Klöden, Levi Leipheimer und Chris Horner aus dem Team Radioshack, die beiden Slowaken Peter Sagan und Peter Velits sowie Damiano Cunego dürften am Ende an der Spitze des Gesamtklassements zu finden sein. Aus Schweizer Sicht dürften die Hoffnungen indes nur auf Etappensiegen ruhen. Cancellara hat den Prolog in Lugano und das abschliessende Zeitfahren in Schaffhausen im Visier.

Michael Albasini, der kürzlich an der Bayern-Rundfahrt seine gute Form unter Beweis stellte, Martin Elmiger, Mathias Frank, Grégory Rast und der am Giro im erweiterten Kreis der Spitze fahrende Johann Tschopp sind die einheimischen Hoffnungsträger.

Die Tour de Suisse 2011 ist aufgrund ihres Profils als schwierig einzustufen. Drei Teilstücke enden mit Bergankünften (Crans-Montana, Malbun und Serfaus), jene mit Ziel in Grindelwald ist mit der Überquerung der für den Privatverkehr gesperrten Grossen Scheidegg die eigentliche Königsetappe. Für die Sprinter bleiben so eigentlich nur drei Teilstücke.

Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass die Weltelite der endschnellsten Fahrer fast lückenlos in der Schweiz vertreten ist. Allen voran der Tour-de-France-Serien-Etappensieger Mark Cavendish. André Greipel, Tom Boonen, Weltmeister Thor Hushovd, Oscar Freire, Gerald Ciolek, Allan Davis und Robbie McEwen komplettieren die eindrückliche Sprinter-Armada.

75. Ausgabe der Tour de Suisse

Die Tour de Suisse wird heuer zum 75. Mal ausgetragen. Zum ersten Mal wird sie in diesem Jahr von einem Triumvirat geleitet. Nach dem Abgang von Armin Meier bei IMG, führen die drei ehemaligen Radprofis Kurt Betschart (Technik), Rolf Huser (Wirtschaft) und Beat Zberg (Sport) die Geschicke der Schweizer Rundfahrt. Das Schweizer Fernsehen wird auch dieses Jahr sämtliche Etappen live übertragen (SF2/SF info, in der Regel ab 16 Uhr).

Meistgesehen

Artboard 1