Die Schweizer zeigten sich vom Stimmungskiller am Vorabend im Penaltyschiessen gegen Schweden gut erholt. Vor 16'112 Zuschauern gingen sie in der ersten Viertelstunde mit zwei Treffern in Führung. Den Vorsprung gaben sie zwar zwischenzeitlich noch einmal aus der Hand, nach dem 3:2 durch Tim Braillard kurz vor Ende des zweiten Drittels liessen sie in der Defensive aber nichts mehr zu.

Die WM, die für Schweiz harzig begann und am Samstag wegen 103 verbliebenen Sekunden nach dem späten Führungstreffer nicht im ersten Final seit 1998 gipfelte, endete damit versöhnlich. Zum siebten Mal an der zwölften WM resultierte der 3. Platz. "Glücklicher als die Bronzemedaille macht mich die Einstellung der Spieler. So einen Auftritt, diese Energie, konnte man so kurz nach dem Schweden-Match nicht erwarten", befand Coach Jansson, dessen Arbeit ungeachtet der Resultate geschätzt wird, was auch die vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2023 vor der WM unterstrichen hat.

Hofbauers Abschied

In zwei Jahren bietet sich dem Nationalteam in Finnland die nächste Chance. Einen grossen Umbruch muss der 38-jährige Schwede dabei nicht vollziehen. Der Kurs stimmt, die Lücke zu Schweden und Finnland ist kleiner geworden und das Gros der Mannschaft ist noch nicht über dem Zenit. Mit dem Bronzespiel endete indes die Ära von Matthias Hofbauer. Der 37-jährige Schweizer Rekord-Internationale und WM-Topskorer tritt nach 194 Länderspielen und 97 WM-Skorerpunkten ab. "Ein fantastischer Typ, ein absoluter Teamplayer und auch an dieser WM trotz etwas anderer Rolle auf Top-Level. Er ist ein Unikum. Wir können ihn nicht ersetzen, die Lücke müssen wir auf eine andere Art füllen", kommentierte Jansson.

WM-Titel bleibt in Finnland

Im Final verteidigte Finnland seinen Titel von 2016 erfolgreich. Das Team des ehemaligen Schweizer Nationaltrainers Petteri Nykky setzte sich gegen den achtfachen Champion Schweden vor der WM-Rekordkulisse von 16'276 Zuschauern 6:3 durch.

Für Finnland ist es der vierte WM-Titel nach 2008, 2010 und 2016. Schon bei den Triumphen 2008 und 2010 war Nykky der Trainer.