Fast hätte Sportschütze Jan Lochbihler an den Olympischen Spielen in Rio für den nächsten Exploit der Schweizer Schützen gesorgt. Der 24-Jährige beendete die Qualifikation im Kleinkaliberschiessen liegend über 50 m auf dem sehr guten 14. Platz. Das Niveau in der Qualifikation war hoch, der Russe Sergey Kamenskiy stellte bei seinem Sieg mit 629 Punkten einen neuen Olympia-Rekord auf.

Lochbihler fehlten am Ende im Vergleich zum Deutschen Henri Junghänel, der sich als Letzter für den Final der besten acht Schützen qualifizierte, nur 1,8 Punkte. Junghänel kam nach den insgesamt sechzig Schüssen auf ein Gesamtskore von 624,8 Punkte, Lochbihler schoss 623 Punkte.

Diesen Rückstand handelte er sich vor allem in der fünften von sechs 10er-Serien ein. Der Holderbanker leistete sich mit einer 9,7 und einer 9,9 gleich zwei Fehlschüsse hintereinander. Durchzogen war auch die zweite Serie, weshalb es am Ende ganz knapp nicht für die erträumte Finalqualifikation reichte.

Um die Goldmedaille kämpften stattdessen zwei Russen, zwei Italiener, ein Südkoreaner, ein Weissrusse, ein Thailänder und ein Deutscher. Insgesamt nahmen 47 Schützen an der Qualifikation im Liegendmatch teil.

Für Lochbihler, der nach seiner Rückkehr aus Rio de Janeiro in Magglingen als Profischütze trainieren wird, sind die Olympischen Spiele damit aber noch nicht zu Ende. Am Sonntag kämpft er ab 14 Uhr mitteleuropäische Zeit im Dreistellungsmacht (kniend, liegend und stehend) erneut um den Einzug in den Final, der am Sonntag um 16 Uhr ausgetragen wird.