Rassismus-Skandal

Clippers-Chef will nicht, dass sich Freundin mit schwarzen Menschen abgibt

Donald Sterling und seine Freundin

Donald Sterling und seine Freundin

Die NBA wird während den Playoffs von einem Rassismus-Skandal erschüttert. Donald Sterling, der Klubbesitzer der Los Angeles Clippers, soll gegenüber seiner Freundin rassistische Aussagen getätigt haben.

Auf vom Internetportal TMZ veröffentlichten Audioaufnahmen soll Sterling zu hören sein, wie er im Gespräch mit seiner Freundin erklärte, dass diese keine Dunkelhäutigen mit zu "seinen Spielen" bringen solle. "Es sorgt mich sehr, dass du zur Schau stellst, dass du dich mit schwarzen Menschen abgibst", ist auf der Aufnahme zu hören.

Die Aussagen sollen sich auch auf den früheren NBA-Star Earvin "Magic" Johnson beziehen. Die Clippers stellten die Authentizität der Aufnahme infrage.

(Quelle: youtube/tmz)

Donald Sterlings Aussagen

Zahlreiche Spieler und Trainer aus der NBA, Musikgrössen wie Snoop Dogg, Bürgerrechtler Jesse Jackson sowie Präsident Barack Obama zeigten sich empört über die Aussagen. Diese seien "unglaublich rassistisch beleidigend", erklärte Obama anlässlich seines Staatsbesuchs in Malaysia. "Wenn ignorante Menschen ihre Ignoranz zur Schau stellen wollen, musst du nichts machen ausser sie reden zu lassen." Obama betonte, dass die NBA tief in der afro-amerikanischen Kultur verwurzelt sei. Inzwischen sind knapp drei Viertel der NBA-Spieler dunkler Hautfarbe.

Es ist nicht der erste Vorfall um den 80-jährigen Milliardär Sterling, der die Clippers 1981 gekauft hatte und damit aktuell die längste Zeit Besitzer eines NBA-Klubs ist. Der Immobilienunternehmer stand bereits im Fokus mehrerer Prozesse. Im November 2009 stimmte er der Zahlung von 2,73 Millionen Dollar zu, da er sich geweigert hatte, Appartements an Latinos, Schwarze und Familien mit Kindern zu vermieten.

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