Zwei kleine Fehler kosteten Oliver Hegi am Reck in der Endabrechnung rund zwei Zehntel und damit eine Medaille am spektakulärsten der sechs Geräte. Hinter dem überlegenen Sieger Epke Zonderland aus Holland, der einmal mehr eine Klasse für sich war, klassierte sich der 21-jährige Aargauer hinter den beiden Briten Sam Oldham und Kristian Thomas auf dem undankbaren vierten Rang. Wäre Hegi die gleich gute Ausführung seiner Übung wie in der Qualifikation gelungen, hätte er Silber geholt. Pech bekundete der Deutsche Fabian Hambüchen, der bei einem Flugelement stürzte und seine Übung abbrechen musste.

Den Auftakt aus Schweizer Sicht in die Gerätefinals hatte Claudio Capelli am Boden gemacht. Dem 27-jährigen Seeländer gelang eine gute Übung, auch wenn ihm in der zweitletzten Akrobatik-Bahn ein Fehler bei der Landung unterlief. Am Ende belegte Capelli Rang 7, womit er sich im Vergleich zur Qualifikation um einen Rang zu verbessern vermochte. Eine Medaille lag ausser Reichweite.

Eine ansprechende Premiere in einem Final gelang Michael Meier am Sprung. Der 22-Jährige aus Obfelden übertrat zwar nach dem Jurtschenko mit zweieinhalb Schrauben die Begrenzung deutlich, weswegen er einen Abzug von 0,3 Punkten erhielt, insgesamt vermochte er aber die Leistung in der Qualifikation zu bestätigen. Am Ende belegte Meier Rang 7, eine bessere Klassierung war aufgrund der starken Konkurrenz, die schwierigere Sprünge als der Schweizer zeigte, nicht möglich.