Testspiel
Trotz Sieg gegen Luzern – warum der FCB einen Akanji-Ersatz braucht

Der FC Basel gewinnt das letzte Testspiel gegen Luzern mit 1:0. Er muss dabei auf Eder Balanta verzichten - und braucht dringend einen weiteren Verteidiger.

Sébastian Lavoyer
Drucken
Teilen
Testspiel FC Basel gegen FC Luzern
9 Bilder
Szenen aus dem Testspiel
Szenen aus dem Testspiel
Szenen aus dem Testspiel
Szenen aus dem Testspiel
Szenen aus dem Testspiel
Szenen aus dem Testspiel
Szenen aus dem Testspiel
Szenen aus dem Testspiel

Testspiel FC Basel gegen FC Luzern

Keystone

Wo ist Eder Balanta? Das fragt sich die Mehrheit der fast 3500 Zuschauer, als Adrien Jacottet am Samstag das Testspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Luzern anpfeift. Denn beim letzten Test vor Wiederbeginn der Meisterschaft nächsten Sonntag gegen Lugano steht eine mögliche Stammelf auf dem Platz. Nur neben Captain Marek Suchy steht in der Innenverteidigung ein junger Mann, der etlichen noch nicht wirklich bekannt sein dürfte: der 19-jährige Yves Kaiser aus dem Nachwuchs kommt zu seinem Joggeli-Debüt in der ersten Mannschaft.

So also war Balanta, wird FCB-Trainer Raphael Wicky nach dem Spiel gefragt. «Er hat sich beim Testspiel letzten Mittwoch gegen Winterthur an der Hand verletzt und trägt jetzt eine Schiene. Wir hoffen und gehen davon aus, dass er nächste Woche wieder einsatzbereit ist», antwortet der FCB-Trainer. Ab Dienstag soll Balanta – trotz Mittelhandknochenbruchs – wieder mit der Mannschaft trainieren können. So der Plan. Und wenn dieser voll und ganz aufgeht, spielt Balanta am Sonntag gegen Lugano neben Suchy im Abwehrzentrum. Wenn nicht, dann wird die Aufgabe für Raphael Wicky anspruchsvoller. Denn noch immer wartet er auf den von ihm geforderten und von der sportlichen Führung um Marco Streller gesuchten dritten Innenverteidiger.

Lacroix oder der Dreiecksdeal

Derzeit stehen viele Namen im Raum. Zuletzt immer öfter diskutiert, wird jener von Léo Lacroix. Der ehemalige Sion-Verteidiger, der den heutigen Basler Sportchef Marco Streller im Cupfinal 2015 abmeldete und ein Jahr später zu St. Etienne in die Ligue 1 wechselte. Er könnte von Gelbroten die Freigabe erhalten nach diese am Freitagabend die Verpflichtung von Neven Subotic bekanntgaben. Der Serbe stiess aus Dortmund zu den Ostfranzosen. Er wählte diese Option, nachdem der BVB wenig zuvor Manuel Akanji vom FC Basel ins Ruhrgebiet lockte. Sollte Lacroix zum FCB wechseln, wäre der Dreiecksdeal komplett.

Ob es nun so kommt oder nicht: Der FC Basel braucht einen weiteren Innenverteidiger. Wenn Balanta ausfallen sollte – dieses Wochenende oder später irgendwann –, hat Wicky derzeit nur Notlösungen für den Posten neben Suchy. Kaiser löst seine Aufgabe gegen Luzern zwar ansprechend: Zur Pause steht es zwischen dem Serienmeister und den Innerschweizern 0:0. Trotzdem muss er nach nur 45 Minuten unter die Dusche. Für ihn kommt Geoffroy Serey Die, der von Fabian Frei die Rolle im defensiven Mittelfeld übernimmt. Frei wiederum rückt nach hinten und spielt in der zweiten Halbzeit neben Suchy in der Innenverteidigung. Auch er macht seinen Job und so steht beim FC Basel auch beim Schlusspfiff die Null.

Anders bei den Luzernern: In 61. Minute spielt Michael Lang den Ball scharf in die Mitte, Ablian Ajeti kommt herangespurtet und schiebt zum 1:0 ein. Dabei bleibt es bis zum Schluss. Luzern kann von den personellen Schwierigkeiten der Basler im Abwehrzentrum nicht profitieren. Richtig gefährlich werden die Innerschweizer eigentlich bloss, wenn sie von den Baslern dazu eingeladen werden. Einmal bei einem Fehler im Aufbau in der ersten Halbzeit. Und dann als Daniel Follonier einen Freistoss kurz nach der Pause an den Pfosten knallt. Ansonsten bleibt Luzern blass. Basel dagegen zeigt einige gute Angriffe. Auffällig vor allem die Neuzugänge: Samuele Campo zeigt, warum alle von seinem linken Fuss schwärmen. Valentin Stocker wuselt bei seiner Rückkehr ins Joggeli schon wieder ordentlich am Flügel. Und Fabian Frei dirigiert souverän. Gezeigt hat sich aber eben auch, dass noch ein Mann fehlt.

Aktuelle Nachrichten