Australian Open

Serena Williams bezwingt auch Weltnummer 1 Halep

Nach dem US Open auch in Melbourne erfolgreich unterwegs: die Japanerin Naomi Osaka

Nach dem US Open auch in Melbourne erfolgreich unterwegs: die Japanerin Naomi Osaka

Serena Williams bestand besteht am Australian Open ihren ersten grossen Test mit Bravour. Die 23-fache Grand-Slam-Siegerin gewinnt im Achtelfinal 6:1, 4:6, 6:4 gegen die Weltnummer 1 Simona Halep.

Der Auftakt war kurios. Serena Williams dachte, sie müsse als erste in die Rod Laver Arena treten. Dann sagte der Speaker die Nummer 1 an - und die Amerikanerin machte erschrocken einen Schritt zurück. Es hätte allerdings nicht schlecht gepasst, wenn sie als Nummer 1 eingelaufen wäre. Williams rang die (noch) echte Weltranglistenerste Halep in hochklassigen eindreiviertel Stunden nieder.

Zu Beginn sah es nach einer bösen Klatsche für die Rumänin Halep aus. "Es war, wie von einem Zug getroffen zu werden", beschrieb die 27-jährige Rumänin die erste halbe Stunde. Sie wusste sich jedoch zu steigern und bot der zehn Jahre älteren Williams in den Sätzen 2 und 3 Paroli. Bei 3:3 im dritten Satz hatte sie drei Breakchancen, konnte keine nützen und gab dann selber den Aufschlag ab. Williams spielt ihr erstes Turnier seit der Finalniederlage am US Open im letzten September. "Ich lerne immer noch, aber das Niveau ist schon ziemlich solide."

Mit einem 24. Grand-Slam-Sieg, dem ersten, seit sie in Melbourne vor zwei Jahren im zweiten Monat schwanger war, würde Williams zur Rekordhalterin Margaret Court aufschliessen. Gegnerin in den Viertelfinals ist die Nummer 8, Karolina Pliskova aus Tschechien.

Die Weltranglisten-Vierte Naomi Osaka erreichte mit einem 4:6, 6:3, 6:4-Sieg gegen die Lettin Anastasija Sevastova erstmals die Viertelfinals des Australian Open. In der hart umkämpften Partie behielt die 21-jährige Japanerin wie in der Runde zuvor nach einem Satzrückstand noch die Oberhand. In der Runde der letzten acht trifft die Tochter eines Haitianers und einer Japanerin am Mittwoch auf die ukrainische Masters-Siegerin Jelina Switolina.

Die letztjährige Finalistin Halep riskiert nun, ihren Platz an der Spitze der Weltrangliste zu verlieren. Noch vier der acht im Feld verbliebenen Frauen (Osaka, Petra Kvitova, Switolina und Pliskova) haben eine Chance auf die Nummer 1.

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