Rafael Nadal unterstrich auch gegen João Sousa (ATP 69) seine beneidenswerte Form. Wie während der gesamten ersten Woche bot Nadal auch gegen den Portugiesen eine ausgezeichnete Leistung und siegte in 1:45 Stunden 6:2, 6:2, 6:2.

Gleich vom ersten Ballwechsel an setzte Nadal Sousa unter Druck und gewann 12 der ersten 16 Ballwechsel. Auch im zweiten und dritten Durchgang gelangen dem Spanier regelmässig Breaks. "Ich habe ein gutes und solides Spiel gezeigt", sagte Nadal, der wie in der 3. Runde gegen Jo-Wilfried Tsonga keinen Breakball abzuwehren hatte. Auch am Netz vermochte Nadal zu überzeugen, schloss er doch 16 seiner 19 Vorstösse erfolgreich ab.

Er fühle sich sehr wohl, so der Champion von 2008 und 2010. Die Frage, ob er auf Rasen so stark wie seit langem nicht mehr spiele, liess er offen. "Vergleiche sind schwierig, im vergangenen Jahr fehlte hier nicht viel zum Turniersieg."

Querrey zurück in alter Stärke

Nadal qualifizierte sich in Wimbledon zum siebten Mal für die Viertelfinals, in denen er am Mittwoch auf Sam Querrey trifft. Der 31-jährige Kalifornier gewann das Duell zweier nicht gesetzter Spieler gegen Landsmann Tennys Sandgren in vier Sätzen.

Querrey hatte 2017 in Wimbledon die Halbfinals erreicht und befindet sich nun auf dem Weg zurück zu alter Stärke. Aufgrund einer Bauchmuskelverletzung hatte der Aufschlagspezialist drei Monate ausgesetzt, ehe er am Turnier in Eastbourne auf die Tour zurückkehrte und gleich den Final erreichte.

45. Major-Viertelfinal für Djokovic

Noch drei Minuten weniger als Nadal stand Novak Djokovic auf dem Platz, um das erste Duell gegen den 21-jährigen Franzosen Ugo Humbert (ATP 66) mit 6:3, 6:2, 6:3 für sich zu entscheiden. Nächster Gegner des Titelverteidigers ist der Belgier David Goffin (ATP 23), der erstmals in Wimbledon in der Runde der letzten acht steht.

"Eine Viertelfinal-Qualifikation ist keine Selbstverständlichkeit", sagte Djokovic, der zum 45. Mal in seiner Karriere an einem Grand-Slam-Turnier die Runde der letzten acht erreichte - zum 11. Mal im All England Club. "Wimbledon ist für mich wie für viele andere Spieler aufgrund der Historie etwas Besonderes."