Tennis

Knapper gehts nicht mehr: Roger Federer gewinnt Auftaktspiel in Halle

Halle-Krimi: Roger Federer gewinnt sein erstes Spiel gegen den Deutschen Philipp Kohlschreiber – aber knapp. Federer ist in Halle (D) Titelverteidiger. In der 2. Runde könnte es zur Rasen-Revanche gegen den Ukrainer Sergej Stachowski kommen.

Roger Federer startete erfolgreich in die Rasen-Saison. Der Schweizer bezwang in Halle den Deutschen Philipp Kohlschreiber, den besten ungesetzten Spieler des Turniers, 7:6 (10:8), 3:6, 7:6 (7:5).

Federer erhielt mit Kohlschreiber einen echten Prüfstein vorgesetzt, obwohl er den zwei Jahre jüngeren Gegner auch im neunten Duell besiegte. "Der Sieger braucht manchmal das nötige Glück", bilanzierte der Baselbieter beim Platzinterview treffend.

Er sprach das Tiebreak des dritten Satzes an, als er 4:5 im Hintertreffen lag und Kohlschreiber zweimal zum Aufschlag kam. Doch der Deutsche nutzte die Gunst der Stunde nicht und gab drei Punkte in Folge ab.

Zuvor hatte die Nummer 29 im Ranking allerdings auch eine Portion Glück gehabt. Vor der Kurzentscheidung beim Stand von 4:5 war Federer bei Aufschlag seines gelegentlichen Trainingspartners zu den ersten zwei Matchbällen gekommen. Einen davon wehrte der Deutsche mit zwei Linienbällen ab.

Kohlschreiber mag wie Federer die Rasenunterlage, wie sein Sieg von 2011 in Halle belegte. Entsprechend druckvoll agierte er.

Der Deutsche liess auch nicht locker, als er im ersten Satz mit 2:4 in Rückstand geriet. Der in Altstätten im Rheintal wohnende Bayer kämpfte sich zurück. Auch in der Kurzentscheidung machte er zunächst zwei Minibreaks wett.

Im zweiten Umgang unterliefen Federer in einer ansonsten hochklassigen Partie ein paar leichte Fehler zuviel. Dies lässt sich am Kuriosum erkennen, dass Kohlschreiber den Satz mit einer Quote von bloss 48 Prozent erster Aufschläge gewann.

Federer tritt in Halle als Titelverteidiger an. Er hat das Turnier wie Wimbledon schon sieben Mal gewonnen. In der 2. Runde könnte es zur Revanche auf Rasen gegen Sergej Stachowski (ATP 50) kommen, der Federer 2013 sensationell in Wimbledon ausschaltete. Der Ukrainer muss dazu aber erst noch den Letten Ernests Gulbis ausschalten.

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