Indian Wells
Federer und Wawrinka: Schweizer Duell im Viertelfinal von Indian Wells

Am ATP-Masters von Indian Wells (USA) kommt es in der Nacht auf Donnerstag zum 14. Duell zwischen den beiden besten Schweizer Tennisspielern. Roger Federer und Stanislas Wawrinka erreichten beide jeweils mit Zweisatz-Siegen die Achtelfinals.

Nicole Del Negro
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Die Olympia-Silbermedaillengewinner von Peking 2008 treffen im Viertelfinal aufeinander.

Die Olympia-Silbermedaillengewinner von Peking 2008 treffen im Viertelfinal aufeinander.

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Obwohl Roger Federer den Kroaten Ivan Dodig (ATP 60) in etwas mehr als einer Stunde 6:3, 6:1 bezwang, bekundete die aktuelle Weltnummer zwei am Anfang etwas Mühe.

Gleich im ersten Game musste der 31-Jährige Schweizer bei 0:40 drei Breakchancen abwehren und hatte auch anschliessend mit den schwierigen Lichtverhältnissen zu kämpfen, da der Platz immer wieder in Schatten getaucht wurde.

«Die Lichtverhältnisse waren am Anfang unangenehm und ich hatte etwas Mühe ins Spiel zu kommen», analysierte Federer nach dem Spiel. «Ich spielte dann aber zunehmend besser und Dodig hat gegen Ende der Partie etwas nachgelassen, das konnte ich ausnützen.»

Nachdem ihm der Kroate den Servicedurchbruch zum 5:3 mit zwei Doppelfehlern praktisch schenkte, dominierte Federer fortan das Spiel. Brenzlig wurde es nur noch einmal: Gegen Ende der Partie zwickte es den Schweizer im Rücken. «Ich habe etwas gespürt im Rücken.

Das muss ich nun abklären. Ich hoffe, dass die Schmerzen mit Rückenübungen, Massage und Stretching wieder weg gehen», sagte er im Interview nach dem Spiel.

Weil auch Stanislas Wawrinka (ATP 18), der erst in der «night session» spielen musste, siegreich war, kommt es morgen zum Schweizer Duell in der kalifornischen Wüste.

Solide Leistung gegen Hewitt

Der Romand zeigte gegen die ehemalige Nummer eins der Welt, Lleyton Hewitt (ATP 98), eine überaus solide Leistung. Er gewann die Partie gegen den Australier mit einer konzentrierten Darbietung 6:4, 7:5.

«Ich bin insgesamt sehr zufrieden. Lleyton ist immer noch gefährlich, aber ich habe ihm mein Spiel aufzwingen können», freute sich der Romand nach dem Match.

Gegen seinen nächsten Gegner ist ihm dies bisher noch nicht wunschgemäss gelungen. 13 Mal hat Wawrinka bereits gegen seinen Doppelpartner gespielt und konnte bisher nur ein einziges Mal als Sieger vom Platz gehen: 2009 in Monaco.

Damals war die Unterlage allerdings Sand, nicht Hartplatz. Federer sei für ihn die grösste Herausforderung unter den Top 4: «Erstens, weil wir uns sehr gut kennen und neben dem Platz befreundet sind und zweitens, weil mir sein Spiel nicht liegt.

Er variiert sehr gut, gibt mir nie zweimal den gleichen Ball und kann auch viel Serve-and-Volley einstreuen. Ich war aber schon oft nahe dran und glaube an meine Chance.»

Es wird auf jeden Fall spannend im Duell der Schweizer. Zumal Wawrinka im Oktober in Schanghai nur hauchdünn an einem Sieg vorbeischrammte.

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