ATP Miami
Federer ohne Probleme weiter - Stan gegen Nadal-Bezwinger Dolgopolow out

Wie in Indian Wells ist Stanislas Wawrinka auch am Masters-1000-Turnier in Miami im Achtelfinal ausgeschieden. Er verlor gegen den Ukrainer Alexander Dolgopolow 4:6, 6:3, 1:6. Roger Federer fertigte den Franzosen Richard Gasquet 6:1 und 6:2 ab.

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Roger Federer gewann gegen den Franzosen Richard Gasquet im Rekordtempo und steht im Viertelfinal von Miami.

Roger Federer gewann gegen den Franzosen Richard Gasquet im Rekordtempo und steht im Viertelfinal von Miami.

Keystone

Alexander Dolgopolow bewies im dritten Duell mit Wawrinka, warum er in den letzten vier Wochen von Weltranglistenposition 57 derart weit nach vorne gekommen ist. Der seit einigen Monaten von Fabrice Santoro betreute Osteuropäer breakte den Schweizer Favoriten in dessen ersten drei Aufschlagspielen (zum 1:0 und 4:1) mit forscher Spielweise gleich zweimal, verzeichnete im ersten Satz halb so viele unerzwungene Fehler (9:18) und liess bei eigenem Service bloss sieben Punkte zu. Nach 39 Minuten verwertete der Ukrainer seinen ersten Satzball.

Wawrinkas Replik folgte, allerdings bekundete der Waadtländer mit seinem Return-Spiel weiterhin viel Mühe. Die Entscheidung im zweiten Satz führte Wawrinka in den letzten drei Games herbei, in denen er neun der letzten zehn Punkte gewann. Sein bereits fünfter Doppelfehler hatte ihn vorher, bei 3:4, arg in Bedrängnis gebracht. Die Erleichterung schrie er sich nach dem abgewehrten Breakball förmlich vom Leib und verzeichnet danach die wohl beste Phase der Partie.

Dolgopolow, der in Indian Wells schon Rafael Nadal geschlagen und in dieser Saison schon sechs Top-20-Spieler besiegt hat, verschaffte sich mit einem frühen Break (dank zwei weiteren Doppelfehlern Wawrinkas) aber sogleich wieder Oberwasser und eine 3:0-Führung. Die Wende gelang dem unkonstant agierenden Wawrinka nicht mehr. "Ich fand nie richtig ins Spiel hinein", stellte Stan hinterher fest. "Ich bewegte mich nicht gut." Wawrinka meinte selbstkritisch auch, dass er den nötigen Kampfgeist habe vermissen lassen. Womöglich war das Verwaltungsrats-Mitglied des Lausanne HC mit seinem Kopf im Zürcher Hallenstadion. Wawrinka: "Die Art und Weise, wie ich die Partien in Indian Wells und Miami verloren habe, war für mich enttäuschend."

Souveräner Federer

Die Probleme, die Wawrinka mit dem Wind und den Verhältnissen bekundete, liessen Roger Federer kalt. Der 32-jährige Basler zeigte eine weitere ganz starke Leistung. Er deklassierte den Top-10-Spieler Richard Gasquet in lediglich 49 Minuten mit 6:1, 6:2. Gasquet führte im ersten Satz mit 1:0, verlor danach aber sieben Spiele hintereinander. Im zweiten Satz hielt der Franzose (ATP 9) bis zum 2:2 mit, dann schaffte Federer zwei weitere Breaks zum rassigen Sieg. Federer nützte fünf seiner sechs Break-Möglichkeiten. Gasquet bot sich während der Blitzpartie nur eine Chance, die wehrte Federer beim Stand von 2:1 im ersten Satz ab.

Roger Federer steht bereits heute (Mittwoch) wieder im Einsatz. Er trifft auf den Japaner Kei Nishikori, der gegen den als Nummer 4 gesetzten Spanier David Ferrer nach vier abgewehrten Matchbällen (alle im Tiebreak des dritten Satzes) mit 7:6 (9:7), 2:6, 7:6 (11:9) gewann. Federer und Nishikori standen sich bislang zweimal gegenüber: 2011 gewann der Schweizer souverän den Final der Swiss Indoors in Basel; vor einem Jahr verlor er überraschend in den Achtelfinals des Madrider Masters-Turnier.

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