Super League
Die Basler Wintertransferoffensive ist ein Angriff für den Sommer: Auch Darian Males kommt

Am Deadline-Day verpflichtet der FC Basel neben dem Argentinier Matias Palacios auch den ehemaligen Luzerner Darian Males. Damit hat Rotblau die Abgänge mehr als adäquat ersetzt und keine Ausreden mehr.

Jakob Weber
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Im Juni spielte er noch gegen den FCB. Jetzt trägt Darian Males das Basler Trikot.

Im Juni spielte er noch gegen den FCB. Jetzt trägt Darian Males das Basler Trikot.

Freshfocus / Daniela Frutiger

Noch ein Last-minute-Transfer: Nur eine Stunde nach dem Palacios-Deal bestätigt der FC Basel auch das zweite Transfergerücht, das seit Tagen ums Joggeli kreist. Darian Males wechselt zum FCB. Rotblau teilt mit, dass der 19-jährige Offensivspieler zunächst einmal bis Ende Saison von Inter Mailand ausgeliehen wird.

Males kennt die Schweizer Liga bereits bestens. Bis September 2020 war er beim FC Luzern engagiert, wo er sämtliche Nachwuchsstufen durchlief. Dann wechselte er für 2,5 Millionen Ablöse in die Serie A. Mit Boni kann diese Summe um eine weitere Million anwachsen.

Doch die Entwicklung des Schweizers mit serbischen Wurzeln geriet ins Stocken. Von Mailand wurde er nach der Verpflichtung direkt nach Genua ausgeliehen, wo er in der laufenden Saison allerdings nur auf 23 Minuten Einsatzzeit im Cup kam. Schuld an der wenigen Einsatzzeit war auch eine Corona-Erkrankung, aufgrund der Males viele Trainings und den Anschluss verpasste. Der Stürmer hat nach eigener Aussage trotzdem viel gelernt und möchte jetzt beim FCB den nächsten Schritt machen, wie er betont.

In der Medienmitteilung lässt sich Males mit folgenden Worten zitieren: «Der Wechsel zum FCB ist für meine Weiterentwicklung der richtige Schritt in meiner Karriere. Ich freue mich sehr, dass ich beim FCB unterschreiben konnte und möchte der Mannschaft mit meinem offensiven Spielstil weiterhelfen.»

Eine Verlängerung des Engagements ist denkbar

Beide Seiten können sich vorstellen, dass aus der Leihe im Sommer eine längerfristige Angelegenheit wird. Damit es so weit kommt, muss Males beim FCB aber erst einmal Leistung zeigen.

Die jüngsten Transfers zeigen, dass sich der FCB nicht mit Platz 2 zufriedengibt. Spätestens in der kommenden Saison ist mit einem neuerlichen Angriff auf die Spitze zu rechnen. Mit Abrashi für Xhaka, Sene für Oberlin, Cardoso für Dimitriou, Palacios für Campo und Males für Tushi hat Rotblau in diesem Winter jeden Abgang oder verletzungsbedingten Ausfall mehr als adäquat ersetzt. Jetzt hat Trainer Ciriaco Sforza definitiv eine schlagfertige Truppe zusammen, aus der er ein funktionierendes Team basteln muss. Die Zeit der Ausreden ist definitiv vorbei.