Das Nachrechnen sämtlicher Direktbegegnungen und aller möglichen noch ausstehenden Ergebnisse der für den letzten Halbfinal-Platz in Frage kommenden Teams ergab, dass den Schweizerinnen selbst zwei Siege in den Partien gegen Dänemark und Japan nichts mehr nützen würden.

Marlene Albrecht, Manuela Siegrist, Esther Neuenschwander und Silvana Tirinzoni vom CC Aarau können in den ausstehenden Partien am Mittwoch noch ihre Schlussbilanz aufbessern. Über das ganze bisherige Turnier gesehen, ist die Zwischenbilanz von zwei Siegen und fünf Niederlagen eine Enttäuschung.

Gegen die von der ehemaligen Weltmeisterin Eve Muirhead angeführten Schottinnen zeigten die Schweizerinnen trotz der Niederlage eine ihrer besseren Leistungen. Tirinzoni, die in der ersten Hälfte des Olympia-Turniers viel Mühe gehabt hatte, kam zum zweiten Mal in Folge auf eine Quote von 80 Prozent an gelungenen Steinen. Der Match blieb bis zuletzt offen, die Entscheidung fiel mit einem Zweierhaus der Britinnen im 10. End.

Im Spiel davor hatten die Schweizerinnen gegen das Team OAR mit 11:2 einen Kantersieg errungen. Die in jeder Beziehung und auf jeder Position überlegenen Schweizerinnen machten schon in der ersten Spielhälfte alles klar, indem sie auf 7:1 davonzogen. Nach sieben Ends gaben die Russinnen, die Europameisterinnen von 2016, auf.