Ski alpin

Die Schweizer Skifahrerinnen sind heiss auf die erste Medaille

In der Olympia-Abfahrt der Frauen am Mittwochmorgen will das Ski-Team die erste Medaille gewinnen. Mit Lara Gut, Fabienne Suter, Dominique Gisin und Marianne Kaufmann-Abderhalden hat die Schweiz eine starke Mannschaft. Doch wer sind die Gegnerinnen?

In der Olympia-Abfahrt der Frauen am Mittwochmorgen (8 Uhr/SRF 2) will das Schweizer Ski-Team die erste Medaille gewinnen.

Mit Lara Gut, Fabienne Suter, Dominique Gisin und Marianne Kaufmann-Abderhalden hat die Schweiz eine starke Mannschaft. Doch wer könnte zur Spielverderberin werden?

Nach der Superkombination flossen bei Lara Gut die Tränen. In der Abfahrt am Mittwochmorgen hat sie die nächste Chance auf eine Olympia-Medaille. Das sind die Favoritinnen für einen Podestplatz:

Lara Gut

Mit Rang 2 in der Kombi-Abfahrt hat die 22-Jährige bewiesen, dass sie auf dieser Strecke schnell sein kann. Die Olympia-Piste ist schwieriger und technischer als im Vorfeld erwartet. Voraussetzungen, die der Tessiner Technikerin entgegen kommen. Fünf Weltcuprennen hat Gut in dieser Saison gewonnen: einen Riesenslalom, drei Super-G und eine Abfahrt. Sie ist bereit für ihre erste Olympia-Medaille.

Anna Fenninger

Die 24-Jährige Österreicherin versteht sich gut mit Lara Gut. Doch auf der Olympia-Piste ist sie eine der härtesten Konkurrentin der Schweizerin. In den Trainings war Fenninger schnell und im Ziel strahlte sie grosse Zuversicht aus. Sie hat zwar bisher noch keine Weltcupabfahrt gewonnen, doch das hat ihr Landsmann Matthias Mayer, der seit Mittwoch Abfahrts-Olympiasieger ist, auch nicht.

Julia Mancuso

Die 29-Jährige Amerikanerin ist Miss Olympia. Die ganze Saison lang hat man von ihr snur wenig gesehen. Doch in der Olympia-Superkombination gewann sie Bronze und fuhr in der Abfahrt Bestzeit. Mit dem gewonnen Selbstvertrauen muss man sie auch in der Abfahrt auf der Rechnung haben. Vier Olympia-Medaillen hat sie schon, vor vier Jahren wurde sie in Vancouver Zweite in der Abfahrt.

Maria Höfl-Riesch

Die Kombi-Olympiasiegerin hat sich mit der Abfahrtspiste bisher noch nicht angefreundet. Doch nach dem dritten Olympia-Gold ihrer Karriere ist sie heiss auf mehr. Doch Glücksbringer Franz Beckenbauer ist wieder abgereist. „Ich habe ihm gesagt, er müsse bleiben", sagt die 29-Jährige. Sitz der Kaiser auf der Tribüne, ist sie schnell. Aber Beckenbauer drückt vor dem Fernseher die Daumen.

Fabienne Suter

Die 29-Jährige Schweizerin sieht sich selbst nicht in der Rolle der Favoritin. „Die Abfahrtscracks sind im Training noch nicht voll gefahren." Suter musste sich in einer internen Qualifikation für das Rennen qualifizieren und darum bereits ans Limit. Trotzdem: Suter kommt auf der Piste sehr gut zurecht, die technischen Passagen liegen ihr. Sie könnte zur Überraschung werden und die Favoriten düpieren.

Tina Maze

Im letzten Winter hat die Slowenin fast alles gewonnen. In dieser Saison sah man sie fast immer enttäuscht und genervt im Ziel. Wenig passte bei Maze zusammen und die Resultate waren schwach. Doch plötzlich findet die 30-Jährige den Dreh und dann ist sie auch in Sotschi heiss. In der Superkombination verpasste sie als Vierte das Podest nur knapp. Es war aber eine Kampfansage.

Miss X

Schon oft haben an Olympischen Spielen jene am Ende gewonnen, die niemand auf der Rechnung hatte. Zu dieser Kategorie zählen Frauen wie die Schwedin Kajsa Kling oder die Norwegerin Lotte.

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