Mountainbike
Zwischenstopp der Schweizer Stars am Wochenende in Langendorf

Neben dem fünften Lauf vom Argovia-Cup am Sonntag findet am Samstag zusätzlich die Premiere des Eliminator-Rennens statt. Hochklassige Felder stehen am Start und versprechen spannende Wettkämpfe.

Fabian Kleeb
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Lokalmatadorin Nathalie Schneitter erreichte am vergangenen Wochenende an den Weltmeisterschaften in Südafrika den 15. Rang.

Lokalmatadorin Nathalie Schneitter erreichte am vergangenen Wochenende an den Weltmeisterschaften in Südafrika den 15. Rang.

KEYSTONE

Mit Esther Süss, Nathalie Schneitter, Katrin Stirnemann, Cathrine Pendrel und Ralph Näf sind auffällig viele hochkarätige Namen an der sechsten Austragung der Bike-Rennen nahe Solothurn mit dabei. Über die Gründe weiss OK-Präsident Reto Burki Bescheid: «Das Rennen gehört erstmals der Kategorie C2 an, deshalb gibt es für die Athleten mehr UCI-Punkte zu holen.» Eine Woche nach der WM und einige Tage vor dem Weltcup in Hafjell ist das MTB Race Langendorf an einem Wochenende ohne internationalem Rennen gelegen. Da Burki persönliche Kontakte zu den Spitzenfahrern pflegt, gelang es ihm, fast alle Stars der Schweizer Mountainbike-Szene ins Solothurnische zu locken.

Auf der schnellen Strecke mit ständigem Auf und Ab im Heimlisbergwald werden am Sonntag ab 9.00 Uhr die ersten Rennen gefahren. Die Elite der Männer ist um 13.00 Uhr an der Reihe, jene der Frauen um 15.00 Uhr. «Nathalie Schneitter wird einen schweren Stand haben», sagt Burki. Er sieht die frisch gekürte WM-Dritte Esther Süss in der Favoritenrolle. Mit Stirnemann und der Kanadierin Pendrel, notabene Weltmeisterin 2011, ist die Konkurrenz für Lokalmatadorin Schneitter gross. Zuschauen lohnt sich gleichwohl, attraktive Rennen sind garantiert.

Rund 90 Helfer sorgen am gesamten Wochenende für einen reibungslosen Ablauf in Langendorf. Auch ohne die zahlreichen Sponsoren und die Unterstützung der Gemeinde Langendorf wäre die Durchführung eines solchen Anlasses unmöglich.

Am Samstag findet zusätzlich erstmals ein Eliminator-Rennen in Langendorf statt. «Es ist eine spannende Disziplin der Sportart Mountainbike und es gibt noch nicht viele Rennen dieser Art», äusserst sich OK-Präsident Burki zur Aufnahme des Eliminator-Rennens ins Programm. Vier Fahrer treten auf einem kurzen Rundkurs (1km), gespickt mit Sprüngen und Hindernissen, gegeneinander an. Er erhofft sich Spektakel von den Fahrern, spannende Läufe und viele Zuschauer. Die übersichtliche Strecke befindet sich in unmittelbarer Nähe des Schulhauses Langendorf.

Um 15.30 Uhr beginnt am Samstagnachmittag die Qualifikation. Die je 32 schnellsten Männer und Frauen qualifizieren sich für die Achtelfinals. Darauf stossen die jeweils zwei Besten des Laufes in die nächste Runde vor. Kurzentschlossene (ab Jg. 98) können sich morgen noch bis 14.30 Uhr anmelden. Blutige Anfänger sollten darauf verzichten, denn Geschicklichkeit und etwas Mut ist gefordert. Interessant wird der Vergleich zwischen den jungen Fahrern – fast die gesamte U17- und U19-Nationalmannschaft ist am Start – und den etablierten Athleten Sepp Freiburghaus (EM-Dritter 2013 von Bern) und Nicola Rohrbach.

Nicolas Fischer könnte mit einem Sieg die Führung in der Junioren Gesamtwertung des Argovia-Cup nach fünf von sechs Wettkämpfen übernehmen. Die Geschwister Eric (U15) und Meret Lüthi (U13) liegen im Gesamtklassement bereits an erster Stelle und wollen ihre Leaderpositionen auch im Heimrennen verteidigen. Aline Schneitter liegt zuvorderst in der Kategorie U11, Anastasia Roth und Luca Nascarella in der Kategorie Soft ebenfalls. Diese Liste könnte lange weitergeführt werden, der Nachwuchs aus dem Team Tropical Solothurn ist wahrhaftig eine Macht.

«Eigenlob stinkt, aber wir haben schon eine sehr gute Nachwuchsförderung», antwortet Reto Burki auf die Frage, wieso dermassen viele starke junge Athleten aus seinem Team kommen. Im nächsten Jahr wird Solothurn neuerdings zu einem von fünf Swiss Cycling-Mountainbike-Stützpunkten, ebenfalls ein Zeichen für die hervorragende Nachwuchsarbeit, die hier geleistet wird. An diesem Sonntag wollen die Solothurner Nachwuchsfahrer zusätzlich vom Heimvorteil profitieren und so richtig abräumen.