Fussball
Zweitliga-Rückrunde ganz im Zeichen des Duells Fulenbach gegen Iliria

Mehr als die Hälfte der Zweitligisten befindet sich zum Start der Rückrunde im Abstiegskampf. Überstrahlt wird die zweite Saisonhälfte aber vom Zweikampf der beiden Liga-Dominatoren, die am 5. Mai auch den Solothurner Cupfinal bestreiten werden.

Raphael Wermelinger
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Fulenbach mit Trainer Martin Hert steigt als Spitzenreiter in die Rückrunde.

Fulenbach mit Trainer Martin Hert steigt als Spitzenreiter in die Rückrunde.

Bruno Kissling

Vor dem heutigen Start in die Rückrunde stellt Martin Hert, Trainer des Wintermeisters Fulenbach, klar: «Wir wollen auf dem ersten Platz bleiben. Wenn wir das schaffen, würden wir sicher auch den Aufstieg in die 2. Liga inter wagen. Für die Spieler und den ganzen Verein wäre dies eine spannende Erfahrung.»

Der SC Fulenbach steigt zwar als Spitzenreiter in die zweite Saisonhälfte, der FC Iliria liegt allerdings punktgleich auf Platz zwei. Der Tabellendritte FC Deitingen hat bereits fünf Punkte Rückstand. «Bei der 3-Punkte-Regelung geht es manchmal sehr schnell, und die Tabelle wird doch noch einmal durcheinandergewirbelt», schreibt Hert die übrigen Konkurrenten noch nicht ganz ab. «Ich denke, dass es sowohl an der Tabellenspitze wie auch am Tabellenende bis zum Schluss spannend bleibt.»

Eine verschworene Einheit

Im Moment deutet aber alles auf den Zweikampf zwischen Fulenbach und Iliria hin. Dies waren die dominierenden Mannschaften der Vorrunde. Und beide konnten ihre gute Form offensichtlich über den Winter konservieren. Fulenbach (gegen Mümliswil) und Iliria (gegen Kestenholz) setzten sich letzte Woche im Cup-Halbfinal durch und machen am 5. Mai auch den Solothurner Cupsieger 2016 unter sich aus.

«Das Kader spricht eher für Iliria. Sie haben sehr gute Fussballer in ihren Reihen», wagt SCF-Coach Martin Hert eine Prognose für den Zweikampf in der Meisterschaft. «Unser Vorteil ist, dass wir eine Mannschaft sind, die über viele Jahre hinweg zusammengewachsen ist. Praktisch alle Spieler des aktuellen Kaders haben sich von den Junioren bis in die erste Mannschaft raufgearbeitet. Das hält die Mannschaft zusammen, gibt ihr den nötigen Kitt. Wir sind eine verschworene Einheit, die am gleichen Strick zieht.»

Im Vergleich zur Vorrunde muss Martin Hert in der zweiten Saisonhälfte auf drei Spieler verzichten: Goalie Mischa Ehrenbolger und Offensivspieler Ramon Affentranger weilen im Ausland, Captain und Abwehrchef Kevin Lenz erlitt in der Vorbereitung einen Beinbruch. «Drei gewichtige Ausfälle», wie Hert sagt. «Aber jammern bringt nichts, wir spielen mit den Spielern, die wir haben.» Neu zum Team stiess Angreifer Yanick Boss, der in den vergangenen Jahren für den FC Kestenholz in der 3. Liga gespielt hatte.

«Ein Titel wäre schön»

Unter Druck setzt Hert sein Team ob der guten Ausgangslage aber nicht: «Den Meistertitel zu holen, wird sehr schwierig, aber die Chance ist da. Wenns reicht, freuen wir uns, und sonst ist es auch kein Weltuntergang.» Was geniesst Priorität, die Meisterschaft oder der Cupfinal? «Im Cup gibt es nur ein Spiel, da kann alles passieren. Es wird definitiv für jeden Spieler ein einmaliges Erlebnis, vor so vielen Zuschauern aufzulaufen», antwortet Hert.

In seinen Augen wäre der Cupsieg für den Verein wertvoller als der Zweitliga-Titel. Mit etwas Losglück könnte Fulenbach nächste Saison auf dem Bad im Schweizer Cup einen grossen Namen empfangen. «Das ist der Reiz des Cupsiegs. Die Meisterschaft zeigt aber den Besten über eine ganze Saison hinweg. Deshalb wäre es schön, wenn wir einen der beiden Titel holen könnten», hofft Hert.

Iliria hat noch einmal zugelegt

Das klingt auf der Seite des FC Iliria doch noch ein bisschen überzeugter: Die Solothurner haben ihr Saisonziel während der laufenden Meisterschaft nach oben angepasst. «Am Anfang war der Einzug in den Cupfinal unser klares Ziel», sagt Trainer Perparim Redzepi. «In der Meisterschaft hatten wir uns vorgenommen, möglichst lange an der Spitze mitzuhalten.»

Bis jetzt hat seine Elf dieses Vorhaben sehr gut umgesetzt: Der FC Iliria startet als Co-Leader in die Rückrunde. Die Solothurner weisen sogar das leicht bessere Torverhältnis auf als Fulenbach und konnten in der Vorrunde auch das Direktduell mit 2:1 für sich entscheiden. Fulenbach hat nur aufgrund der geringeren Anzahl Strafpunkte leicht die Nase vorne.

Dies will Redzepis Mannschaft in der zweiten Saisonhälfte ändern, denn er ist sich sicher: «Von der Kaderbreite und der Qualität der Spieler her sind wir die bessere Mannschaft als Fulenbach. Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung im Winter und sind bereit für die Rückrunde.» Sein Team habe vor allem in den Bereichen Physis und Disziplin noch einmal zugelegt.

«Haben alles selbst in der Hand»

Im Gegensatz zu Martin Hert rechnet Redzepi nicht damit, dass sich noch ein drittes Team in den Kampf um den Thron einmischen kann: «Deitingen zum Beispiel hat auch keine schlechte Mannschaft, aber so beständig wie Fulenbach und wir ist sonst keiner in dieser Liga. Nur wenn wir patzen, hat noch ein anderes Team eine Chance. Wir haben alles selbst in der Hand.» Für Iliria geht es nicht nur darum, den Zweitliga-Meistertitel zu feiern, die Solothurner wollen in die 2. Liga inter. «Wir würden es auf jeden Fall versuchen in der 2. Liga inter, vom Kader her sind wir jetzt schon bereit», so Redzepi.

Iliria hat in der Winterpause drei neue Spieler engagiert und dadurch laut Redzepi noch einmal an Qualität gewonnen. Der Cupsieg sei zwar immer noch das Hauptziel, doch bis zum Final konzentrieren sich die Solothurner voll auf die Meisterschaft. «Wieso nicht am Ende das Double holen, wenn es schon möglich ist», lacht Redzepi.

Dafür muss sich sein Team aber sowohl in der Meisterschaft als auch im Cupfinal gegen den SC Fulenbach durchsetzen. «Die Fulenbacher haben im spielerischen Bereich sicher weniger Qualitäten als wir, aber auch sie haben gute Einzelspieler. Es ist eine kompakte und sehr disziplinierte Mannschaft, die nie aufgibt», lautet Redzepis Urteil zum Hauptkonkurrenten in der zweiten Saisonhälfte.

Die Kaderlisten der Zweitligisten

SC Fulenbach

Trainer: Martin Hert (1950, seit 2014).

Tor: Christian Fernandez (83), Daniel Engetschwiler (98).

Abwehr: Joel Altermatt (95), Rafael Ingold (90), Sven Hürzeler (97), Sandro Kunz (96), Kevin Lenz (90), Nicolo Müller (86), Joel Nützi (97), Benjamin Schwager (88), Lukas Wyss (88).

Mittelfeld: Stephan Bitterli (86), Yanick Boss (93), Nico Gradwohl (91), Stanko Imbach (97), Patric Kölliker (97), Janic Schläfli (98), Luan Spielmann (95), Jonas Wyss (93).

Angriff: Yves Ehrenbolger (93), Loris Jäggi (96), Luca Spielmann (95), Fabian Wyss (87).

Zuzüge: Boss (FC Kestenholz), Engetschwiler (FC Wangen).

Abgänge: Ramon Affentranger, Mischa Ehrenbolger (beide Auslandaufenthalt).

FC Iliria

Trainer: Perparim Redzepi (1979, seit 2011).

Tor: Michael Obrecht (85), Burim Saciri (89).

Abwehr: Shkumbim Qallakaj (93), Calvin Corti (89), Dardan Llugaliu (94), Alban Arifi (93), Burim Raimi (95), Dzevahir Rrahmani (93), Dasnim Sulejmani (93), Rok Shkoreti (85).

Mittelfeld: Alban Jahiu (91), Korab Januzaj (94), Egzon Mustafi (95), Memnun Mustafi (95), Burak Zendeli (2000), Mergim Sadriji (92), Anton Thaqi (93), Nazim Elezi (94), Shaban Arifi (88).

Angriff: Liridon Redzepi (90), Mead Demiri (84), Massimiliano Bianco (98).

Zuzüge : Bianco (FC Grenchen), Zendeli (SC Derendingen), Shaban Arifi (FC Subingen).

Abgänge: keine

FC Deitingen

Trainer: Valentin Moser (1967, seit 2012).

Tor: Franco Kissling (89), Mike Hiller (90).

Abwehr: Jonas Zuber (90), Marco Bieri (93), Dominik Steiner (89), Yannick Kaderli (95), Benjamin Thomman (97), Amar Hadzic (92), Christian Heid (83), Marco Walter (91).

Mittelfeld: Dominik Roth (93), Carmine Landi (95), Felix Barrer (93), Elias Kaiser (92), Tim Stampfli (97), Özcan Cil (86).

Angriff: Raphael Stalder (88), Tobias Stalder (90), Patrick Murer (92), Simon Frei (90), David Flury (91), Kevin Scheidegger (92), Cedric Nesti (90), Nicola Mühlhauser (85).

Zuzüge: Walter (FC Urdorf), Mühlhauser (SC Flumenthal), Cil (FC Gerlafingen).

Abgänge: Simon Mühlematter, Stephan Jäggi (beide Karriereende), Benjamin Frei (Ausland).

FC Trimbach

Trainer: Rolf Gerber (1950, neu).

Tor: Lukas Auf der Maur (87), Jonas Flury (97).

Abwehr: Paolo Cappello (90), Tobias Ramel (88), Melvin Zurfluh (98), Sabeesan Tharmalingam (89), Gianluigi De Pascali (89), Lucien Baumgartner (88).

Mittelfeld: Sandro Schalt (93), Eduard Lekaj (95), Dean Nisandzic (89), Cyrill Bader (91), Daniel Bärtschi (88), Dominik Schalt (89).

Angriff: Leutrim Dalipi (94), Ugur Acar (79), Claudio Rüedi (92), Gabriele Cappello (93).

Zuzüge: Zurfluh (eigener Junior), Dalipi, Lekaj, Bader (alle 2. Mannschaft).

Abgänge: Ali Dibrani, Kadir Tastan, Jeton Krasniqi, Natthawut Ngokpho, Akar Yildirim (alle FC Egerkingen), Besart Biljali (FC Fortuna Olten), Kim-Lan Ngo (A-Junioren FC Dulliken), Francesco Truzzolino, Andreas Husi (beide Pause).

FC Härkingen

Trainer: Bruno Büttiker (1961, seit 2011).

Tor: Christian Brönnimann (84), Marco Bättig (94), Kevin Wickihalter (92).

Abwehr: Dominik Bhend (94), Florian Büttiker (84), Raphael Büttiker (91), Adrian Gyger (86), Kilian Näf (96), Manuel Nünlist (92), Marco von Arx (94), Yann Weilenmann (85).

Mittelfeld: Marco Heim (95), Lukas Oeggerli (85), Yanick Oumaray (95), Dominik Schaller (86), Patrick Sommer (94), Mario Stecher (91), Kevin von Arx (89), Thierry Wyss (94).

Angriff: Jan Büttiker (94), Silvan Gasser (92), Reto Gutschier (86), Andreas Oeggerli (82), Renato Pereira Pinto (91).

Zuzüge: keine

Abgänge: Daniel Pfluger (Rücktritt), Jan Rudolf von Rohr (FC Kestenholz).

SC Blustavia

Trainer: Piero Fracasso

Tor: Patrik Noll (83), Daniel Bleuler (94), Simon Giger (96).

Abwehr: Dan Brand (89), Manuele Panzeri (88), Kevin Burkhard (87), Tolga Bingöl (99), Andrej Zeller (79), Reto Arnold (92), David Egli (96), Mischa Marti (89).

Mittelfeld: Franco Torre (89), Fabian Mollet (91), Tobias Morandi (87), Joel Falk (99), Ramon Spring (96), Elio Ziltener (97), Philipp Falk (92), Yannik Zaugg (89), Simon Scheidegger (96), Kevin Lopez (96), Jakub Petr (97).

Angriff: Christian Oetterli (87), Michael Giger (98).

Zuzüge: Morandi (reaktiviert).

Abgänge: Elia Leiser (FC Rieholz), Pascal Brunner (Rücktritt).

FC Bellach

Trainer: Slobodan Banjalic

Tor: Samuel Willi (85), Luca Palermo (93).

Abwehr: Mathias Mejeh (83), Kaan Durmaz (85), Giuliano Bertelle (88), Berkin Sülüngöz (92), Ivo Zizak (92), Mario Brcina (91).

Mittelfeld: Kevin Marthaler (93), Yanick Marthaler (97), Samuel Bertschi (86), Alban Xhema (84), Steven Schwab (96), David Steiner (90).

Angriff: Fabian Frick (93), Alessandro Fragale (85), Marinko Zizak (90).

Zuzüge: Marinko Zizak, Ivo Zizak, Brcina (alle HNK Croatia), Steiner (SC Derendingen).

Abgänge: Yanik De Maria, Gianluca Sortino, Giuseppe Tiralongo (alle GS Italgrenchen), Mohammed Arefi (Rücktritt).

FC Mümliswil

Trainer: Bruno Kaufmann (1955, seit 2013).

Tor: Fabio Gradwohl (94), David Kaufmann (88), Jeremy Heutschi (94).

Abwehr: Adrian Kamber (94), Patrick Wehrli (89), David Kohler (87), Christian Bader (89), Kevin Widmer (93), Jörg Müller (86), Patrick Schalt (95).

Mittelfeld: Robin Disler (93), Dominik Ackermann (90), Janick Disler (96), Roger Wehrli (92), Jérome Ackermann (87), Andreas Ackermann (92), Michael Lisser (98).

Angriff: Reto Schärmeli (94), Philipp Wehrli (97), Nicola Ackermann (91), Bozo Krizanovic (86).

Zuzüge: Bader (reaktiviert).

Abgänge: keine.

FC Welschenrohr

Trainer: Christoph Büschi (1974, seit 2013).

Tor: Marc Faganello (88), Marco Hug (96), Pascal Studer (92).

Abwehr: Ernst Christ (87), André Dietschi (84), Patrick Eggenschwiler (98), Simon Eggenschwiler (91), Ivan Stjepanovic (96), Michael Uebelhart (93).

Mittelfeld: Remo Christ (88), Joel Faganello (89), Dominik Liniger (97), David Müller (91), Manuel Müller (86), Claudio Stampfli (90).

Angriff: Adrian Fankhauser (89), Tobias Fankhauser (87), Fabian Furrer (82), Agon Musiqi (95), Burim Musiqi (92).

Zuzüge: Patrick Eggenschwiler (2. Mannschaft).

Abgänge: Mike Uebelhart (FC Wolfwil).

FC Riedholz

Trainer: Dominik Ellenberger (1984, seit 2013)

Tor: Daniel Frey (87), Frédéric Auf der Maur (91).

Abwehr: Pascal Klaus (97), Lukas Schönenberger (98), Simon Haas (86), Elia Leiser (92), Mirco Wicki (88), Robin Uebelhart (88).

Mittelfeld: Robin Kaufmann (98), Andrea Branger (87), Reto Emmenegger (87), Tobias Tschumi (87), Henry Horn (98).

Angriff: Damian Thomi (88), Matthias Haas (89), Yannick Kohler (92), Christian Rudolf von Rohr (83), Emanuele Bellaroba (77).

Zuzüge: Kohler (FC Solothurn).

Abgänge: Alex Graf, Claudio Schärer (beide Rücktritt), Michael Hug (Ausland), Noa Stuto (2. Mannschaft).

FC Biberist

Trainer: Vincenzo Salerno

Tor: Moreno Blum (90), Sascha Heri (96), Samuel David (1996).

Abwehr: Nicola Keller (89), Patrik Jäggi (89), Nicolas Rüfli (88), Simon Keller (88), Dario Nenniger (93), Michael Wirth (94), Fabian Scheidegger (97).

Mittelfeld: Noah Thurnheer (96), Bleron Dakaj (97), Pascal Senn (90), Andreas Felder (90), Marco Imbach (92), Stefano Simeone (94), Raphael Stuber (98), Rocco Vitacca (83).

Angriff: Petrit Krasniqi (94), Roman Rüegsegger (90), Joey Schweizer (90), Jamil Cardinaux (99).

Zuzüge: keine.

Abgänge: Loris Mayr, Beytullah Oezdemir (beide 2. Mannschaft), Mete Karabulut (FC Canspor Derendingen).

HNK Croatia

Trainer: Ivo Andrijasevic

Tor: Mario Arlovic, Ivan Kristic.

Abwehr: Ivan Aracic, Marko Frljic, Zvonimir Ponjavic, Marko Stankovic, Vlatko Stjepanovic, Gabrijel Sikalo, Filip Radic.

Mittelfeld: Josip Aracic, Josip Bilic, Ilija Garic, Josip Harambasic, Josip Krizanac, Marko Maric, Nikola Sikalo.

Angriff: Goran Brkic, Werner Meyer, Mihael Petrovic.

Zuzüge: Stankovic (FC Luterbach)

Abgänge: Marinko Zizak, Ivo Zizak, Mario Brcina (alle FC Bellach).

Das Abstiegsgespenst ist allgegenwärtig

Das eigentliche Überraschungsteam der Vorrunde ist der FC Deitingen. Das Team von Coach Valentin Moser wäre in der vergangenen Saison abgestiegen, wenn sich nicht die GS Italgrenchen freiwillig aus der Zweitliga zurückgezogen hätte. Jetzt liegt Deitingen zur Halbzeit der Meisterschaft auf dem dritten Platz. Die Wasserämter knöpften dem Leader Fulenbach einen Punkt ab (3:3), den FC Iliria bodigte die Moser-Elf daheim gar mit 3:1. Doch Vorsicht ist geboten: Trotz des starken Zwischenrangs ist Deitingen mit neun Punkten Vorsprung auf den Strich noch nicht ganz aus dem Schneider.

Dies gilt auch für Trimbach und Härkingen auf den Plätzen vier und fünf. Insbesondere die Niederämter stehen nach diversen Abgängen und einem Trainerwechsel – Rolf Gerber übernahm im Winter von Bejtush Rrustolli – vor einer heiklen Aufgabe in der Rückrunde. Schon der Start heute wird nicht einfach: Trimbach muss auswärts beim Schlusslicht HNK Croatia ran, das sicher unbedingt punkten und eine Aufholjagd lancieren will.

Praktisch unverändert wird sich der FC Härkingen morgen im ersten Rückrundenspiel präsentieren. Das Team von Bruno Büttiker hat in der Vorrunde zu oft, sechs Mal Remis gespielt und sich so die Chance auf eine bessere Klassierung verbaut. Doch mit der statistisch besten Defensive der Liga sollte der Abstieg eigentlich kein Thema werden auf dem Aesch.

Ein 14er-Grüppchen

Hinter Härkingen folgen auf den Plätzen sechs bis neun vier Teams mit 14 Punkten: Blustavia, Bellach, Mümliswil und Welschenrohr. Am meisten Mutationen gab es im Winter bei Bellach. Drei Abgänge zum Drittligisten Italgrenchen, dafür bedienten sich die Bellacher bei einem Ligakonkurrenten: Drei Spieler von Croatia stiessen zum Team. Blustavia, Welschenrohr und der FC Mümliswil haben keine gewichtigen Transfers getätigt. Für Letzteren wird es eine ganz spezielle Rückrunde. Weil der Platz in Mümliswil saniert wird, haben die Guldentaler in der Vorrunden sämtliche Spiele zu Hause bestritten und müssen nun elf Mal auswärts ran.

Bis jetzt muss sich das 14er-Grüppchen noch keine Sorgen machen. Vorerst sind Riedholz, Biberist und Croatia unter Zugzwang. Insbesondere vom FC Biberist darf eine deutliche Steigerung erwartet werden, letzte Saison waren die Wasserämter noch der drittbeste Klub der 2. Liga. Riedholz und Croatia wollen den direkten Wiederabstieg verhindern.