«Gruber ist zurück», vermeldete der SC Langenthal letzte Woche auf seiner Homepage. Der Leistungsträger verletzte sich vor mehr als einem Jahr bei einem Autounfall schwer und musste sich zuletzt im April einer weiteren Operation unterziehen. Zwar absolvierte Gruber in der letzten Saison die letzten sieben Partien, verpasste aber die ersten Testspiele der Gelb-Blauen in dieser Saison. Nun stand aber dem Comeback nichts mehr im Weg.

Im Spiel am Samstag gegen den slowakischen Verein Banskà Bystrica agierte Gruber in der zweiten Linie und gab sich nach dem Spiel, zuversichtlich. «Ich bin froh, dass das erste Spiel vorbei ist. Es war ein komisches Gefühl, wieder ein Spiel zu bestreiten, denn ich war unsicher, ob es auch wirklich klappen wird oder nicht», sagt der Stürmer mit der Nummer 13. «Ich trainiere schon seit längerer Zeit, aber Training und Spiel sind eben zwei Paar Schuhe.»

Im ersten Spiel nach der Operation fiel Marco Gruber aber noch nicht speziell auf. Dies lag aber nicht nur an ihm, Teamkollegen und Gegner schienen allesamt ein bisschen träge. «Beide Teams hatten eine harte Trainingswoche hinter sich, deshalb war das Tempo nicht so hoch», erklärte der 28-jährige Stürmer. «Wir sind gut gestartet, mussten aber im Powerplay den ersten Rückstand hinnehmen. Danach haben wir aber mit dem Ausgleich von Jeff Campbell gut reagiert», zeigte sich Marco Gruber mit dem ersten Drittel zufrieden.

Aus dem Rhythmus geraten

Mit der Leistung in der ersten Hälfte des zweiten Drittels war er aber nicht einverstanden. Man habe zwei unnötige Fehler begangen, darunter einen Wechselfehler, und musste zwei Tore innert 19 Sekunden hinnehmen. «Das hat unseren Rhythmus gebrochen. Nach dem 4:1 brauchten wir einen Moment, um ins Spiel zurückzufinden.» Trotzdem erzielte im selben Drittel Jeff Campbell den Anschlusstreffer zum 4:2.

Zu Beginn des letzten Drittels reihte sich der zweite Kanadier Brent Kelly mit dem 4:3 zwar auch noch in die Torschützenliste, doch konnten die Oberaargauer die Niederlage nicht mehr abwenden. «Wir haben alles versucht. Unser Sechs-gegen-fünf-Spiel war zwar gut, doch hat es knapp nicht gereicht», bilanzierte Marco Gruber nach der 3:5-Niederlage. Es sei aber gut gewesen, dass man auch solche Situationen in einem Testspiel üben könne. Nun trifft der SC Langenthal am Dienstag um 20.00 Uhr zu Hause im nächsten Testspiel auf den NLA-Klub HC Lugano.