Die Situation gleicht sich: Schon letzte Saison rutschte der Meister rund um den Champions Cup zwischenzeitlich auf den achten Tabellenrang ab, aktuell ist es Platz sechs. Eine Momentaufnahme, die bezüglich Meisterschaft nicht weiter tragisch ist, und auch zu korrigieren. Allerdings wird man bei Wiler die Entwicklung analysieren müssen.

Schwacher Start ins Spiel - beidseitig

Zu Beginn der Partie in Köniz deutete nicht viel auf das Desaster hin, in welches der SVWE an diesem Abend steuern sollte. Vor einer schönen Kulisse plätscherte das Spiel vor sich hin, beidseits war die Fehlerquote hoch, die Emotionen tief. Das 1:0 der Gastgeber beantwortete der Meister relativ rasch mit dem Ausgleich durch Deny Känzig.

Doch im gleichen Masse wie Köniz Fahrt aufnahm, brachen die Gäste im Kollektiv auseinander. Erst «krönte» die zweite Linie ihren schwachen Auftritt mit dem zweiten Gegentor, liess sich dabei von der jungen Könizer dritten Formation auskegeln. Und dann folgte die fatale letzte Minute des Startdrittels, mit zwei weiteren Gegentoren, das vierte nach einem Freistoss aus der Ecke bei 19:59.

Champions-Cup-Held Wolf verletzt

Es war passend und sinnbildlich für den verpatzten Auftritt, denn von diesem 1:4 erholte sich der Meister nie mehr. Und weil an so einem verschenkten Abend eben alles Schlechte zusammenkommt, schieden mit Känzig und Goalie Wolf auch noch zwei Spieler mit Verletzungen aus. Letzterer musste mit einer ausgerenkten Schulter gar ins Spital eingeliefert werden und droht länger auszufallen.

Sucht man nach etwas Positiven an diesem Abend, so könnte man das gewonnene letzte Drittel erwähnen. Aber eigentlich lässt sich so eine Leistung nicht beschönigen und bleibt nur eine erfreuliche Erkenntnis: Der Zeitpunkt der Niederlage - noch ist Oktober und nicht April, auch wenn am Ende des Spiels  «stand up for the champions» aus den Hallen-Lautsprechern ertönte…

Bereits am Sonntag steht mit dem Cup-Achtelfinal-Heimspiel gegen Thun (So. 18.00 in Zuchwil) ein weiteres Derby an. Eine Reaktion ist gefordert.