Geräteturnen

Zwei Zielsetzungen erreicht: Die Solothurner Teams überzeugen an der Mannschafts-SM nur teilweise

Selina Kurmann bei der Bodenübung.

Selina Kurmann bei der Bodenübung.

Geräteturnen ist eigentlich ein Einzelsport. Jedes Jahr einmal messen sich die Geräteturnerinnen der ganzen Schweiz als Teams, an der Schweizer Meisterschaft Geräteturnen Turnerinnen Mannschaften (SMM). Dieses Wochenende fand die SMM in der Sporthalle Grossmatt in Kirchberg statt. Für die Solothurner Teams war es eher ein durchzogenes Wochenende.

Bei der jährlichen Schweizer Meisterschaft der Mannschaften (SMM) im Geräteturnen darf jeder Kanton ein Team pro Kategorie stellen, die besten vier Kantone sogar deren zwei. Die Solothurnerinnen waren in Kirchberg mit vier Teams präsent. Besonders gespannt war man auf das Ergebnis der Turnerinnen der Kategorie 7 (K7) – einerseits, weil sich die Siegerinnen dieser Kategorie Schweizer Meister nennen dürfen, andererseits, weil die Zusammensetzung des Teams erfolgsversprechend war.

Allerdings stand der Wettkampf nicht unter einem guten Stern, wie Delegationsleiterin Selina Kurmann berichtet. «Eine Woche vor dem Wettkampf fiel eine Turnerin aus, am Wettkampftag musste auch der Betreuer krankheitshalber forfait geben.» Dennoch gelang den Turnerinnen der Start in den Wettkampf zunächst gut.

Das Solothurner Team.

Das Solothurner Team.

Bis zum dritten Gerät konnten sie ihr Können abrufen. Am Reck löste sich bei Simone Angéloz die Reckstange, die Turnerin stürzte und musste ins Spital gebracht werden. «Das Team fing sich aber sehr gut und konnte nach durchzogenen Reckübungen wieder eine gute Leistung am Boden abrufen », erzählt Selina Kurmann. Dank dem 16. Rang erreichten Alina Schwaller, Anja Ferrari, Yvana Barrer, Rahel Jakob und Simone Angéloz ihr Ziel: den Verbleib in der 2. Abteilung.

Freud und Leid

Auch die Damen verbleiben wie erhofft in der 3. und somit stärksten Abteilung.  Dem Team bleibt vor allem die Rangliste nach den ersten beiden Geräten in Erinnerung. «Da waren wir noch unter den ersten drei», schmunzelt Kurmann. Am Reck dann schwächelte das Team. Am Ende reichte es Michela Bisig, Linda Torre, Selina Kurmann und Olivia Heer für den 7. Rang.

Enttäuschungen mussten dagegen die K5- und K6-Teams hinnehmen. Die Turnerinnen in der Kategorie 5 (Tatjana Flückiger, Fabienne Gunzinger, Ramona Huwiler, Sara Barrer und Anja Luterbacher) hatten auf den Aufstieg gehofft, damit sie künftig am Sonntagmorgen ausschlafen und nicht mehr als erste antreten müssten. Daraus wurde aber nichts. Der 18. Schlussrang reichte nicht für den Aufstieg. Noch dicker kam es für Valentina Rötheli, Nikka Schnider, Sina Bösiger, Joy Glauser und Rachèle Bürgi. Die K6-Turnerinnen steigen aufgrund ihres 20. Rangs in die 1. Abteilung ab und müssen künftig ebenfalls am Morgen als erste starten.  «Sie haben gut geturnt, aber das Niveau war sehr hoch», resümiert die Delegationsleiterin.

Die Solothurnerinnen am Reck in Aktion.

Die Solothurnerinnen am Reck in Aktion.

Finaleinzüge

Einen persönlichen Erfolg feiern durften Selina Kurmann und Olivia Herr. Sie schafften dank ihren Leistungen den Einzug in den Einzel-Final, der am 19./20. November in Sion stattfindet.

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